FAZ plus ArtikelWohnungsbau in Barcelona

Biete Zimmer, zentral, mit Terrasse, für acht Euro den Quadratmeter

Von Klaus Englert
19.05.2022
, 20:27
Das Atrium des genossenschaftlichen Wohnprojekts La Borda
Sozialwohnungen machen nur drei Prozent des Wohnungsbestandes in Barcelona aus. Bürgermeisterin Ada Colau unterstützt Genossenschaften und Architekturbüros in dem Bemühen, günstigen Wohnraum zu schaffen.
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Auch spanische Architekten versuchen seit einiger Zeit, ihren Berufsstand neu zu definieren und das Bauen neu zu denken. Besonders in Barcelona, wo die renommierteste Architekturfakultät des Landes beheimatet ist, nimmt man sich zunehmend klimagerechten Bauens an. Das bedeutet: weniger Materialverbrauch beim Haus- und Wohnungsbau, weniger Energieverbrauch in der Nutzungsphase, mehr Verwendung recyclingfähiger Baustoffe und nichtfossiler Energieträger. Auch Geothermie, Solarenergie und Wasserkraft kommen verstärkt zum Einsatz.

Allerdings folgt man in Katalonien auch eigenen Traditionen. Die gehen maßgeblich zurück auf den kürzlich verstorbenen Architekten Oriol Bohigas, dessen Planungen für die Olympischen Spiele von 1992 und für die „europäische Stadt“ Barcelona eine ganze Generation junger spanischer und lateinamerikanischer Architekten geprägt haben. Bohigas, der einst die dortige Architekturfakultät geleitet hatte, begrenzte während des Stadtumbaus den Flächenverbrauch, verdichtete den Stadtraum und förderte die Kohärenz der Quartiere durch klugen Ausbau des Nahverkehrs.

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