FAZ plus ArtikelVom Superdorf bis zur Schwammstadt

Welche Ideen es für die Städte der Zukunft gibt

Von Matthias Alexander
18.09.2021
, 09:26
Hochfliegende Pläne: Das Terminalgebäude des ehemaligen Airports Tegel wird zum Nukleus von Berlin TXL.
Architekten wissen, wie die Welt zu retten ist und wie im Interesse des Klimaschutzes gebaut werden muss – in der Theorie. Einige Beispiele aus Deutschland und Europa und ihre Tücken.

Wenn es um die Zukunft der Städte geht, dann ist hierzulande vor allem vom nachhaltigen Bauen die Rede. Wie auch nicht: 30 Prozent des CO2-Ausstoßes gehen auf das Errichten und Unterhalten von Gebäuden zurück. Und deshalb wird es schnell grundsätzlich: Eine radikale Wende sei notwendig, eine Revolution. Der Ruf geht nicht zuletzt an die Architekten, und zumindest die Standesvertretung stellt sich der Verantwortung: „Haus der Erde“ heißt das 2019 präsentierte Konzept des Bunds Deutscher Architekten, der künftig vor allem auf die Sanierung des Bestandes setzen und Neubauten, wenn überhaupt, dann möglichst ohne Verwendung von klimaschädlichem Beton errichten lassen möchte. Im Jahr darauf hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen das „Neue Europäische Bauhaus“ vorgestellt, das Nachhaltigkeit, soziale Inklusion und Ästhetik ins Gleichgewicht bringen soll. In einem aufwendigen Beteiligungsverfahren werden derzeit Ideen gesammelt.

Manche sind schon weiter, etwa der umtriebige Klimawandelfolgenforscher Joachim Schellnhuber, der sich in der Wahl großer Worte nur ungern übertreffen lässt und seinerseits das „Bauhaus der Erde“ ausgerufen hat. Seine Parole: Die Erderwärmung ist zu stoppen, wenn alle Gebäude auf der Welt künftig aus Holz gebaut werden. Man muss dafür nur die globale Waldwirtschaft umstellen.

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Matthias Alexander - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Matthias Alexander
Stellvertretender Ressortleiter im Feuilleton.
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