FAZ plus ArtikelGeorg Baselitz zum 80.

Beim Wutkünstler steht alles Kopf

Von Georg Imdahl
23.01.2018
, 06:27
Geschichtsvergessenheit kann man dem Künstler aus der DDR nicht vorwerfen, auch wenn seine Figuren lieber auf dem Kopf stehen.

Seinen Standpunkt hat Baselitz schon immer gern mit Aplomb vorgetragen. Wegen der Einladung offizieller Maler aus der DDR sagte er seine Teilnahme an der Documenta6 im Jahr 1977 wieder ab. 1989 legte er seine Professur an der Berliner Hochschule der Künste nieder, als diese den ostdeutschen Maler Volker Stelzmann berief. Was ihn nicht daran hinderte, sich kurz darauf wieder an dieselbe Akademie berufen zu lassen.

Baselitz war 1957 wegen seiner Beschäftigung mit Picasso als „gesellschaftlich unreif“ von der Ost-Berliner Hochschule für bildende und angewandte Künste verwiesen worden, kurz darauf ging er nach West-Berlin, um dort 1963 mit seinem Ausstellungsdebüt ein erstes Ausrufezeichen zu setzen. Eben noch hatte der 1938 im sächsischen Deutschbaselitz geborene Hans-Georg Kern im Stil Kandinskys vor sich hin aquarelliert, da provozierte er, nun unter seinem Künstlernamen Georg Baselitz, das Publikum in der Galerie Werner&Katz.

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