Smartphone-Konferenz

Wie verändern Handyfotos unsere Kultur?

Von Joachim Müller-Jung
03.11.2016
, 19:20
Mit dem Smartphone fotografieren - was gibt es zu beachten, welche Rechte hat man und haben andere? Verfolgen Sie den Livestream von der ersten Internationalen Tagung zur Smartphone-Fotografie.

Der Selfie-Hype ist nur eine Variante eines Phänomens, das längst die Welt erobert: Smartphone-Fotografie - schnell, scharf, bunt, vielseitig, wertvoll und vernetzt. Hochaufgelöste Fotos, mit dem Smartphone aufgenommen, verändern nicht nur unseren Umgang mit der Technik, sie beeinflussen auch unsere Art des Erinnern, der Mittelung und der Kommunikation. In den Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim werden bis Samstag zahlreiche Wissenschaftler, Fotografen und Künstler auf Einladung der Deutschen Gesellschaft für Photographie zur ersten Internationalen Smartphone-Fotografie-Tagung die aktuellen Fragen zur „Wucht des Wandels“ stellen. Sehen Sie hier den Livestream ab 16 Uhr:

Verwirklicht sich durch das Smartphone der Traum von der Fotografie als universale Sprache? Beeinflusst die Smartphone-Fotografie die Position des Mediums als etabliertes Kulturgut? Werden tradierte Formen der Autorschaft verändert? Welche Auswirkungen hat dies auf gesellschaftlicher Ebene? Was erwarten Industrie und Handel und wohin geht die technische Entwicklung der Smartphone-Fotografie?

Die gesamte Tagung „Smart as Photography“ mit mehr als einem Dutzend internationaler Referenten wird live und in voller Länge auf der Homepage der Deutschen Gesellschaft für Photographie gestreamt.

Auf unserer Themenseite „Smartphone-Fotografie“ werden wir die Tagung von Freitagmorgen an journalistisch begleiten. Unsere Autoren in Mannheim und in der Redaktion werden Berichte, Bildergalerien, Reportagen und Livestreams auf dieser Seite präsentieren.

Haben Sie etwa noch nichts von der „Usie“-Welle (gesprochen: Assi-Welle) gehört? Eine Bewegung, die ohne Smartphone und ohne „Selfies“ undenkbar wäre. Tatsächlich handelt es sich um die Abwandlung des englischen Begriffs „US“ - Wir. Vor zwei Jahren war die Welle zum erstenmal hochgeschwappt und wurde lange vom Selfie-Hype erdrückt. „Usies„ sind Selfies mit zwei oder mehr Personen - eine in den sozialen Medien, unter Prominenten und überhaupt zunehmend beliebte Form des Selbstprotraits, das das Wir-Gefühl in der Welt stärken soll. Statt des Egotrip-Selfies ein vereinendes, kameradschaftliches Usie. Wer da vorangeht? Unsere Bildergalerie zeigt es:

Quelle: FAZ.NET
Joachim Müller-Jung- Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Joachim Müller-Jung
Redakteur im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.
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