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Auktion bei Koller

Der letzte Schreiber

Von Felicitas Rhan
 - 16:00

Den Auftakt zu Kollers Auktionen macht die Veranstaltung mit Schweizer Kunst am 6. Dezember in Zürich: Da wäre die paradiesisch blühende Landschaft von Gottardo Segantini, der 1920 seine Heimat Maloja auf 120 mal hundert Zentimetern abbildete. Das marktfrische Gemälde geht mit einer Erwartung von 100.000 bis 150.000 Franken an den Start. Sein Vater Govanni Segantini hielt auf dem deutlich von François Millet inspirierten Pastell „Die letzte Mühe des Tages“ von 1884 eindrucksvoll die Arbeit eines Feldarbeiters fest (Taxe 150.000/250.000 Franken); das Bild wurde schon im Juni bei Koller für 250.000 bis 350.000 Franken angeboten, blieb jedoch unverkauft. Albert Anker stellt einmal mehr das Spitzenlos der Offerte: Die letzte verfügbare, vierte Fassung des „Gemeindeschreibers“ von 1899, eines seiner berühmtesten Gemälde, soll 600.000 bis 900.000 Franken einspielen. Anker malte den Beamten ganz im Lesen versunken, die Feder nachdenklich im Mund und ein Schriftstück in den Händen haltend; 2010 wurde das Motiv auf eine Goldmünze zum 100. Todestag des Künstlers geprägt. Von Giovanni Giacometti kommen die zwei schönen Landschaften „Waldinneres“ von 1908 und „Fornogruppe“ (je 80.000/120.000). Insgesamt sollen die 118 Lose der Schweizer Kunst 2,7 Millionen Franken umsetzen.

Am selben Tag auktioniert Koller 71 Lose mit moderner Kunst. Preislich angeführt wird die Offerte von Paul Cézannes nur fünfzehn mal zwanzig Zentimeter kleinem feinen Stillleben „Bol, boîte à lait et bouteille“ (300.000/500.000). Von Henri Matisse stammt die wunderschöne Kohlezeichnung „Nymphes“ aus dem Jahr 1945 (120.000/180.000), ein gutes Beispiel für seinen reifen Zeichenstil, dem man die bald darauf folgende Scherenschnitt-Phase bereits ansieht. Die Erwartungen für die Moderne-Auktion belaufen sich auf zwei Millionen Franken.

Das Toplos der Zeitgenossen-Auktion am 7.Dezember ist Jean Dubuffets lustig anzuschauendes Acrylbild „Site avec 5 personnages“ von 1981, taxiert auf 160.000 bis 240.000 Franken: In roten und blauen Zellen befinden sich kindlich dargestellte Figuren, die Dubuffet schon im Frühwerk verwendete. Ai Weiwei gestaltete 2010 einen 65 Zentimeter großen unbetitelten Holzball, der auf Leonardo da Vincis Zeichnungen Bezug nimmt (90.000/140.000), und Fernando Botero zeichnete 1979 das entzückende Pastell eines kleinen, sehr voluminösen Hundes, der mit heraushängender Zunge im Profil zum Betrachter sitzt (24.000/32.000). Zusammen sollen diese 139 Lose 1,7 Millionen Franken erzielen.

Quelle: F.A.Z.
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