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Auktion bei Van Ham

Mit viel Dynamik

Von Jonathan Kress
Aktualisiert am 22.11.2019
 - 13:48
Ein Dynamik-Bild von Ernst Wilhelm Nay führt die Nachkriegskunst an. Die Moderne wird von einer Picasso-Rarität dominiert. Vorschau auf die Herbstauktion bei Van Ham in Köln.

Hunderte farbig leuchtende Glasplättchen ergeben das Bild: Bei der Gemmail-Technik werden die Glassteine mit Hilfe eines durchsichtigen Kunstharzes verbunden. Das Ergebnis ist eine transluzide Komposition, die meist vor einem Leuchtkasten präsentiert wurde. Bewunderer dieser Technik war Picasso, und einige Werke von ihm wurden in den fünfziger Jahren als Gemmail realisiert. Dasjenige, das seinem Frauenporträt „Femme au Collier“ von 1943 nachempfunden wurde, steht mit einer Schätzung von 500.000 bis 700.000 Euro am 27. November an der Spitze der Moderne-Auktion bei Van Ham. Dort kommt auch Gabriele Münters „Blick auf das Murnauer Moos“ von 1910 zum Aufruf: In der Reduktion von Formen und Farben gelingt es ihr, die morgendliche Stimmung an einem Bergsee wiederzugeben (Taxe 160.000/220.000 Euro). Von Karl Schmidt-Rottluff kommt das komplette Mappenwerk „Neun Holzschnitte“ von 1918 samt dem Holzschnitt-Titelblatt zum Aufruf (30.000/50.000).

Eine vordergründige Unordnung

Bei der Kunst nach 1945 dürfen Günther Ueckers Nagelbilder nicht fehlen. Bei einem Werk von 1983 ergeben die sorgfältig eingeschlagenen Nägel eine „Dunkle Spirale“ (200.000/300.000). Bei dem „Weissem Schrei“ von 1986 herrscht eine vordergründige Unordnung (200.000/300.000). Höchstbewertetes Los ist Ernst Wilhelm Nays 160 mal 201 Zentimeter großes „Dynamik Bild“ von 1965 (250.000/350.000). Des Hyperrealismus bedient sich Gottfried Helnwein: Auf seinem großen Gemälde „EpiphanieIII (Darstellung im Tempel)“ von 1998 (100.000/150.000) stehen von Granatsplittern Kriegsverwundete um einen Tisch, auf dem ein schlafendes Mädchen liegt. Das teuerste Los der Zeitgenossen gehört zu den frühen Arbeiten von André Butzer und ist entsprechend noch von Gegenständlichkeit geprägt. Die bunten Gestalten und das Farbenspiel lassen Assoziationen an Comicfiguren zu wie an Werke der Klassischen Moderne: „Bobby Bohnen und seine Hunde“ aus dem Jahr 2001 ist mit 50.000 bis 70.000 Euro ausgezeichnet.

Am selben Tag, dem 27. November, kommt außerdem noch der vierte Teil der Unternehmersammlung vom Thomas Rusche mit 120 Positionen unter den Hammer.

Quelle: F.A.Z.
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