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Galerien

Die wahre Zukunft von Paris

Von Bettina Wohlfarth
Aktualisiert am 11.10.2019
 - 17:09
Immer mehr große Galerien zieht es in die französische Hauptstadt
Brexit-Folgen: Immer mehr große Galerien zieht es in die französische Hauptstadt.

In London geht weiterhin das Gespenst vom harten Brexit um. Für Paris kommen indessen, kurz vor der Eröffnung der Fiac am 17. Oktober, ausgezeichnete Nachrichten vom Kunstmarkt. Die Unsicherheit, die der Austritt Großbritanniens aus der EU mit sich bringt – wie werden Kunstwerke künftig zirkulieren können, und welcher Steuersatz gilt –, treibt große Galerien über den Ärmelkanal, um sich ein Standbein innerhalb der EU zu sichern. Und keine andere europäische Stadt hat, neben bedeutenden Sammlern, ein mit Paris vergleichbares Angebot an Museen, Kunstinstitutionen und Galerien. Der deutsch-amerikanische Galerist David Zwirner eröffnet zur Fiac-Woche seine neue Pariser Zweigstelle im Marais-Viertel. Nun sind weitere Meldungen, auch Gerüchte zu hören. Jay Joplings für London und die einst „Young British Artists“ emblematische Galerie White Cube hat eine Ausstellungsfläche in der Rue Matignon gefunden, in direkter Nachbarschaft zur schon anwesenden Mega-Galerie von Gagosian, zu Christie’s und zu Sotheby’s; die Dependance soll in den nächsten Monaten eröffnen.

Eine logische Konsequenz

Derweil versuchen die in der Schweiz beheimateten Hauser & Wirth noch, Spekulationen um eine zukünftige Pariser Filiale zu zerstreuen, ebenso die internationale Pace Gallery. Die Berliner Galeristin Esther Schipper bestätigt hingegen entsprechende Pläne: „Eine Niederlassung in Paris zu gründen“, teilt sie dieser Zeitung mit, „ist eine logische Konsequenz für uns. Ich bin dort aufgewachsen und kenne die Kunstszene, nicht zuletzt aufgrund einiger meiner Künstler und langjährigen Sammler sehr gut.“ Neben der Galerienflucht auf sicheres EU-Gebiet erweitert sich das Angebot in Paris auch anderweitig. Im nordöstlichen Vorort Romainville wird ein neues Kunstzentrum eingeweiht, „Komunuma“ soll es heißen, nach dem Esperanto-Wort für Gemeinschaft. In einem ehemaligen Industriegelände siedeln sich auf 11.000 Quadratmetern die Kunststiftung Fiminco und der Frac an, ein gut subventionierter Verein für zeitgenössische Kunst in der Großregion Paris. Außerdem gründen vier französische Galerien neue Ausstellungsflächen: Jocelyn Wolff, Air de Paris, In Situ Fabienne Leclerc und die Galerie Sator. Zudem werden zwei wichtige Kunststiftungen und Sammlungen bald Paris bereichern: Die Modeschöpferin AgnèsB. eröffnet ihre „Fab“ im Dezember im 13. Arrondissement. Mitte Juni 2020 folgt François Pinault, der mit seiner enormen Kunstsammlung in das Rotunden-Gebäude der Bourse de Commerce einziehen wird.

Quelle: F.A.Z.
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