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Cologne Fine Art and Design

Köln setzt auf Design

Von Georg Imdahl
 - 14:37

„Wir müssen wieder mehr Begeisterung für unsere Objekte entfachen“, sagt Sebastian Jacobi auf der „Cologne Fine Art and Design“ – und hat sich darum entschlossen, an dieser Messe erstmals teilzunehmen. Der Händler aus Bad Ems präsentiert eine kleine Parade originaler Armlehnstühle von Jean-Joseph Chapuis. Der belgische Möbelpionier (1765 bis 1864) hat das Schichtholzprinzip erfunden, als er auf die Idee kam, ganze Furnierholz-Bündel im Leimbad zu kochen, biegsam zu machen und so in die gewünschte Form, etwa eines von Napoleon in Auftrag gegebenen Chaise de Garde, zu bringen. Diesen bietet Jacobi in einer Gruppe von sechs Stühlen und vier Tischen für eine Million Euro an.

Ein rarer Prototyp

Glaubhaft versichert er, nicht mit hohen Summen beeindrucken zu wollen. Vielmehr suche er in Köln neue Ansprechpartner; Interessenten wurden nach seinen Angaben bereits vorstellig. Eines der raren Objekte, nämlich einen Prototyp, hatte Jacobi 1993 im jungen Alter für 15.000 Mark auf der Westdeutschen Kunstmesse erworben, aus der die jetzige „Cofad“ nach ihren vielen Namensänderungen und Neuausrichtungen hervorgegangen ist – die, nimmt man alle Vorgängerinnen zusammen, nun zum fünfzigsten Mal stattfindet.

Mit 95 Ausstellern aus sechs Ländern ist sie unter der Regie des Art-Cologne-Direktors Daniel Hug etwas gewachsen und will künftig stärker auf die Karte Design setzen, eine Sonderschau ist dem Bauhaus gewidmet. Bei Martin Glanz aus Köln hängt ein Küchenschrank von Margarete Schütte-Lihotzky. Das Modul der berühmten „Frankfurter Küche“ stammt aus dem Jahr 1930; da es nicht lackiert wurde, kann die Maserung als Ornament betören, das gut erhaltene Stück kostet 3300 Euro. Neuzugang ist die Galerie Vivid aus Rotterdam mit Vintage-Stühlen von Gerrit Rietveld, so ein „Zigzag“-Exemplar von 1935 mit Originalpolster (45.000 Euro).

David Serra aus Barcelona zeigt uns eine kanonische Maske der Baule, einem Volk der Elfenbeinküste, aus dem 19. Jahrhundert. Das Objekt entstammt einer französischen Sammlung und ist mit 80.000 Euro veranschlagt. Mag die Cofad auch nicht in sämtlichen Segmenten, darunter Kunst seit der Moderne, höchsten Ansprüchen gerecht werden, sie arbeitet daran und hat offenbar auch eine Zukunft.

Halle 11 der Kölnmesse, geöffnet am 23. November von 11 bis 19 Uhr, am 24.November von 11 bis 18 Uhr. Eintritt 18 Euro. Kein Katalog.

Quelle: F.A.Z.
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