<iframe title="GTM" src="https://www.googletagmanager.com/ns.html?id=GTM-WBPR4W&gtm_auth=3wMU78FaVR9TNKtaXLbV8Q&gtm_preview=env-23&gtm_cookies_win=x" height="0" width="0" style="display:none;visibility:hidden"></iframe>
Ergbnisse aus New York

Solide Resultate

Von Anne Reimers
 - 15:58

Die Prestigeversteigerungen des Herbstes lieferten aber auch ein paar Überraschungen. Die Umsätze lagen unter denen der November-Auktionen im Vorjahr, denn es fehlten umfangreiche Einlieferungen aus prominenten Sammlungen, was die Akquise einfacher gestaltet.

Christie’s spielte mit 52 von 58 Losen im Angebot insgesamt 191,9 Millionen Dollar ein; das Ergebnis lag damit innerhalb der Erwartung von 148,3 bis 219,2 Millionen. Zwei Künstler – René Magritte und Umberto Boccioni – setzten sich überraschend an die Spitze der Auktion und überrundeten damit Picassos „Femme dans un fauteuil (Françoise)“, die bei 11,5 Millionen Dollar am Telefon vermittelt wurde und damit hinter der Schätzung von zwölf bis achtzehn Millionen Dollar zurückblieb. Die Preise für Werke des Surrealisten Magritte sind in den letzten Jahren stark gestiegen, und mit „Le seize septembre“ – einem Baum in Schwarz vor nächtlichem Himmel, die Mondsichel im Vordergrund plaziert – kam ein Gemälde mit Wiedererkennungswert zum Verkauf. Die Taxe für das Bild aus der Sammlung von James und Marilynn Alsdorf lag bei sieben bis zehn Millionen, doch schnell waren die siebzehn Millionen Dollar erreicht, bei denen der Hammer für einen Klienten am Telefon von Marc Porter, Chairman von Christie’s Nord- und Südamerika, fiel.

Kurz darauf wurde eine von acht im Jahr 1972 gegossenen Versionen der bekannten, 1913 entworfenen Bronzeplastik des italienischen Futuristen Boccioni aufgerufen: „Forme uniche della continuità nello spazio“ soll die Vorwärtsbewegung einer schreitenden Figur einfangen. Selbst die Spezialisten von Christie’s schienen etwas überrascht vom finalen Gebot in Höhe von vierzehn Millionen Dollar (Taxe 3,8/4,5 Millionen), das der Chef der Londoner Kunstberatungsfirma Gurr Johns, Harry Smith, im Saal abgab. Auch Camille Pissarros „Jardin et poulailler chez Octave Mirbeau, Les Damps“ konnte mit 8,8 Millionen Dollar (4/6 Millionen) seine obere Taxe hinter sich lassen. Für Kirchners „Reitende Artilleristen“ aus der Stuttgarter Sammlung Max Fischer wurden 3,5 Millionen Dollar (3/4 Millionen) bewilligt.

Sotheby’s konnte bei seiner Abendveranstaltung mit 42 von fünfzig Losen insgesamt 209 Millionen Dollar umsetzen. Claude Monets „Charing Cross Bridge“ – eine seiner besten Versionen des Motivs, eingereicht aus der Sammlung von Andrea Klepetar-Fallek – reüssierte mit einem Hammerpreis von 24 Millionen Dollar; die Erwartung hatte bei zwanzig bis dreißig Millionen gelegen. Der bisherige Rekord für ein Gemälde dieser Serie, aufgestellt im Jahr 1992, lag bei 4,1 Millionen Dollar. Gustave Caillebottes „Richard Gallo et son chien Dick, au Petit Gennevilliers“, gemalt im Jahr 1884, erreichte seine untere Taxe von achtzehn Millionen Dollar (18/25 Millionen). Für Paul Signacs Blick auf das Goldene Horn am Bosporus „La Corne d’Or (Constantinople)“ bewilligte ein Sammler vierzehn Millionen Dollar (14/18 Millionen); sein Einlieferer hatte im Februar 2012 bei Christie’s in London 8,7 Millionen Pfund (inklusive Aufgeld) bezahlt, was damals 13,8 Millionen Dollar entsprach. Überraschend stark war die Konkurrenz bei Giacomettis „Buste d’homme“, für die erst bei 12,3 Millionen Dollar, mehr als dem Doppelten der unteren Taxe von sechs Millionen, der Hammer fiel.

Auch Sotheby’s war mit Magritte erfolgreich: „La légende des siècles“, das einen kleinen Holzstuhl zeigt, der auf einem großen Stuhl aus Stein steht, kam marktfrisch aus einer belgischen Sammlung. Das Bild kletterte über seine obere Taxe von sechs Millionen hinaus auf 7,3 Millionen Dollar. Zur Königin des Abends wurde Tamara de Lempicka gekrönt, als ihr 116,3 Zentimeter breites Porträt einer sich lasziv auf einem Sofa räkelnden Frau in rotem Kleid, „La tunique rose“ aus dem Jahr 1927, eingereicht aus einer New Yorker Sammlung, den spektakulären Rekordpreis von 11,5 Millionen Dollar (6/8 Millionen) für die Malerin erzielte.

Quelle: F.A.Z.
  Zur Startseite
Ähnliche ThemenDollarSotheby's Holdings

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.