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Ergebnisse bei Lempertz

Mit Beuys

Von Felicitias Rhan
 - 15:54

An der Spitze von 313 Losen mit Alter Kunst und 19. Jahrhundert stand bei Lempertz in Köln Peter Paul Rubens’ „Heiligen Theresa von Avila“ von 1614, mit einer Erwartung von 250.000 bis 350.000 Euro. Zugeschlagen wurde das achtzig mal 54 Zentimeter große Ölgemälde für 260.000 Euro an einen russischen Bieter. Es folgen vier Tafeln mit Szenen aus der Legende des heiligen Eustachius vom im 14.Jahrhundert in den Abruzzen tätigen Maestro di Campo Giove; sie erreichten ihre obere Taxe von 160.000 Euro. Bernardo Strozzis „Vision des heiligen Franziskus“ war einem europäischen Bieter 120.000 Euro (Taxe 130.000/200.000) wert. Unverkauft blieb aber das prächtige Jagdstillleben der Antwerpener Künstlerin Clara Peeters (200.000/260.000). Ein ungewöhnliches Sujet für eine „Allegorie der Nacht“ präsentiert Jan van Kesseld.Ä. auf einer kleinen Kupfertafel: Fledermäuse kämpfen heldenhaft um ihre Jungen gegen angriffslustige Wiesel und Katzen. Das Bild überstieg mit dem Zuschlag bei 85.000 Euro (70.000/80.000) seine Taxe.

Für ein heftiges Gefecht bei den Losen des 19.Jahrhunderts sorgte die „Hafenszene in Istanbul“ von Hermann David Salomon Corrodi: Dreizehn Telefonbieter kämpften um die orientalische Szene, die schließlich für 100.000 Euro (12.000/14.000) in Londoner Handel ging. Das Porträt der kleinen Prinzessin Anna von Sachsen, das Carl Christian Vogel von Vogelstein 1849 anfertigte blieb – trotz prominenter Provenienz wie den Sammlungen des Hauses Wettin und den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden – mit 24.000 Euro (30.000/35.000) deutlich unter der Schätzung. Bei den Zeichnungen überzeugten Nicolas Maréchals filigranes Aquarell eines Dromedars mit 27.000 Euro (20.000/25.000) und Adolph von Menzels „Brustbild eines Mannes mit Bart“ von 1889 mit 26.000 Euro (9000/12.000). Insgesamt wurden 4,1 Millionen Euro umgesetzt, gegenüber einer Erwartung von 5,1 Millionen.ä

Zwei Wochen später kamen die Moderne und die Zeitgenossen bei Lempertz zum Aufruf. Die beiden Spitzenlose der Moderne-Auktion blieben unverkauft: Picassos farbiger Linolschnitt „Portrait de jeune fille, d’après Cranach le Jeune.II“ (Auflage 50) von 1958 mit einer Taxe von 350.000 bis 450.000 Euro und Karl Schmidt-Rottluffs großformatiges Aquarell „Stickendes Mädchen“ von 1909, geschätzt auf 250000 bis 350000 Euro. Dafür reüssierten die Werke aus dem Nachlass des Kunsthistorikers Will Grohmann: Joan Mirós Papierarbeit „Femme et oiseaux dans la nuit“ von 1967, mit persönlicher Widmung für den Freund Grohmann, erzielte mit 130.000 Euro (70.000/90.000) fast das Doppelte der Untertaxe; sein spanischer Käufer musste sich gegen fünfzehn Mitbieter am Telefon durchsetzen. Fritz Winters hübsche Monotypie „Triebkräfte der Erde“ von 1944 geht für 90.000 Euro (80.000/120.000) in eine deutsche Sammlung. Zum teuersten Los wurde Alexander Archipenkos Bronze „Green Concave (Woman combing her hair)“ (Auflage 6) von 1913; der Hammer fiel erst bei 190000 Euro (150.000/180.000).

Bei den Zeitgenossen glänzte die 1947/48 entstandene, nur 36 Zentimeter hohe Bronzeplastik „Sonnenkreuz“ mit goldbrauner Patina von Joseph Beuys: Sie wurde erst bei 320.000 Euro (180.000/200.000) zugeschlagen. Das Toplos der Auktion, Yves Kleins monochrom blaues, marktfrisches, gerade 35 mal 25 Zentimeter messendes „IKB132“ von 1957 blieb mit 390000 Euro (400.000/600.000) etwas hinter seiner Taxe. Wie auch die zwei „Abstrakten Bilder“ auf Alu-Dibond von Gerhard Richter aus dem Jahr 1997: Veranschlagt auf je 300.000 bis 400000 Euro, gingen sie für je nur 240.000 Euro in eine deutsche Sammlung. Antony Gormleys Eisenguss „Iron Baby“ (Auflage 10) von 1999 verdoppelte mit 240.000 Euro seine untere Taxe.

Insgesamt spielten die Auktionen mit Moderne und Zeitgenossen elf Millionen Euro ein; erwartet waren 11,7 Millionen.

Quelle: F.A.Z.
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