Ergebnisse bei Reiss & Sohn

Himmelssphären

Von Jonathan Kreß
17.05.2021
, 17:05
„De revolutionibus orbium coelestium“ von Nikolaus Kopernikus in der zweiten Auflage von 1566: Zuschlag bei 220.000 Euro (150.000).
Neuer Rekord für Kopernikus: Die Ergebnisse der Jubiläumsauktion mit wertvollen Büchern und Drucken bei Reiss & Sohn in Königstein.
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Der Rekord von 220.000 Euro (Taxe 150.000) für ein Exemplar von „De revolutionibus orbium coelestium“ des Nikolaus Kopernikus krönt die Jubiläumsauktion bei Reiss & Sohn in Königstein. Die 1566 in Basel gedruckte zweite Ausgabe der revolutionären Schrift enthält zusätzlich die berühmte Vorrede von Joachim Rheticus. Für eine kleine Überraschung sorgte ein Druck der „Etymologiae“, der von geschätzten 20.000 Euro auf 120.000 Euro stieg. Es handelt sich dabei um den Augsburger Erstdruck des Kompendiums, das im siebten Jahrhundert von Isidor von Sevilla aus zahlreichen antiken Quellen zusammengestellt wurde; die Enzyklopädie bewahrte viele klassische Texte vor dem Vergessen. Zwei seltene Expeditionsberichte überstiegen weit ihre gemeinsame Schätzung: Ein Exemplar der „Nachrichten aus dem Leben und den Seereisen des berühmten Captain Cook“, erstmals 1780, im Jahr nach Cooks Tod, anonym gedruckt, zusammen gebunden mit einer Schrift über die spanischen Expeditionen des Bodega y Quadra, erzielte 44.000 Euro (20.000). Christoph Jacob Trews „Plantae selectae“ mit 110 altkolorierten Kupfertafeln meist exotischer Pflanzen erreichten ihre Taxe von 30.000 Euro; Johann Wilhelm Weinmanns „Phytanthoza-Iconographia“ blieb mit 42.000 Euro unter ihrer Schätzung von 50.000 Euro.

Quelle: F.A.Z.
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