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FAZ plus ArtikelGegenwartskunst in London

Aufs Zehnfache des letzten Rekords geschätzt

Von Anne Reimers, London
Aktualisiert am 07.02.2020
 - 15:04
London will auch als Marktplatz für die Gegenwartskunst attraktiv bleiben – und versteigert einen Hockney: Vorschau auf die Auktionen bei Sotheby’s, Christie’s und Phillips.

Nach der Moderne-Woche stehen in London die Zeitgenossen-Auktionen an. Auch dafür war die Akquise schwierig, was sowohl mit dem Brexit-Termin wie der Wahl im vergangenen Dezember zusammenhing. Die von der Labour-Partei angestrebten höheren Vermögenssteuern machten offenbar manche Sammler nervös. Dennoch besticht das Angebot, wie schon in der Moderne-Woche, mit Marktfrische. Sotheby’s macht mit seiner Abendauktion am 11. Februar den Auftakt. Im Angebot sind 47 Lose im Gesamtwert von 81,26 bis 112,7 Millionen Pfund. Bei der entsprechenden Veranstaltung vor einem Jahr wurden mit sechzig Losen 93,2 Millionen Pfund eingespielt; vor fünf Jahren waren es 123,5 Millionen Pfund für 65 Lose.

Das Spitzenstück ist eine wahre Trophäe: „The Splash“, ein Swimmingpool-Bild von David Hockney, das im Jahr 1966 in Los Angeles entstand. Die Erwartung für das 1,83 mal 1,83 Meter große Gemälde liegt bei zwanzig bis dreißig Millionen Pfund. Der Einlieferer kaufte es 2006 für 2,9 Millionen Pfund (inklusive Aufgeld) bei Sotheby’s in London, damals der Rekord für einen Hockney. Das Gemälde war einige Wochen in Hongkong, Taipei und New York auf Tour und ist mit einem unwiderruflichen Gebot abgesichert. Das bekannteste – und etwas größere – Werk der Serie ist „A Bigger Splash“ von 1967, im Besitz der Londoner Tate Modern. Bei dem Einlieferer soll es sich um den wegen Bestechung in Macau verurteilten, in Hongkong auf freiem Fuß lebenden Immobilienmilliardär Joseph Lau handeln. Zu den weiteren Spitzen gehören der obligatorische Basquiat mit „Rubber“ (Taxe 6/8 Millionen Pfund) sowie eine unbetitelte „Anthropometrie (ANT132)“ von Yves Klein (6/8 Millionen) aus dem Jahr 1960. Die Galerie Neuendorf in Frankfurt verkaufte sie 1987 an den deutschen Sammler, dessen Erben es nun einreichen.

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Quelle: F.A.Z.
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