Benefizauktionen für Ukraine

Helfen statt nur zusehen

Von Ursula Scheer
27.03.2022
, 13:00
Die Solidarität des Kulturbetriebs mit der Ukraine ist enorm: Täglich werden neue Spendenaktionen aufgelegt. Auch Auktionshäuser machen mit.
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Angesichts der Verwüstungen und des millionenfachen Leids in der Ukraine veranstalten immer mehr Auktionshäuser Benefizversteigerungen zugunsten der Menschen in dem von russischen Truppen überfallenem Land. In München etwa widmete Ketterer spontan seine monatliche Onlineauktion „Printastic“ zur Charity um und spendete das gesamte Käufergeld. 45.000 Euro kamen auf diese Weise für die Organisation Save the Children in der Ukraine zusammen. Den Handel mit Kundschaft aus Russland hat das Auktionshaus ausgesetzt.

Auch Grisebach in Berlin distanziert sich von russischen Kunden und versteigert vom 1. bis zum 10. April online unter dem Titel „Artists for Ukraine“ 33 Kunstwerke zeitgenössischer Künstler, etwa ein mit einer Obertaxe von 60.000 Euro versehenes Bild von Eliza Douglas und Anne Imhof. Das Aufgeld wird an die von Berliner Kunstschaffenden initiierte Hilfsorganisation Be an Angel gespendet, die sich derzeit besonders für Flüchtlinge aus der Ukraine in Moldawien engagiert.

Im Wiener Dorotheum kommen online bis zum 31. März im Rahmen einer Benefizauktion mehr als 100 Werke aus der Sammlung von Karlheinz und Agnes Essl zum Aufruf, die das Sammlerpaar zugunsten der Ukraine-Nothilfe der Diakonie zur Verfügung stellt. Im Angebot ist ein Malhemd von Hermann Nitsch, dessen Startpreis bei 10.000 Euro lag. Neben zahlreichen Unikaten kommen auch ein breites Spektrum von Grafiken unter anderem von Oskar Kokoschka und Neo Rauch zum Aufruf. Alle Erlöse gehen an die Diakonie.

Das Auktionshaus Lempertz in Köln versteigert zugunsten der Ukraine-Hilfe ein Gemälde von Jérémie Queyras, in dem der Künstler ein Konzert seines Vaters, des Cellisten Jean-Guihen Queyras, visuell umsetzt. Am 2. Juni kommt das Acrylbild im Rahmen der Auktion Zeitgenössischer Kunst pro bono zum Aufruf. Der Schätzpreis liegt bei 5000 Euro.

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Scheer, Ursula
Ursula Scheer
Redakteurin im Feuilleton.
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