Auktionen bei Bassenge

Dem Licht entgegen

Aktualisiert am 24.11.2020
 - 14:11
Fidus: „Im Tempel der Ausgießung“ (1911/1947), Öl/Tempera auf Hartfaserplatte, 118,7 mal 188,45 Zentimeter
Gestochen, gemalt, abgelichtet, genagelt: Die kommenden Versteigerungen bei Bassenge spannen den Bogen vom fünfzehnten Jahrhundert bis in die Gegenwart. Liebhaber von Fidus wird eine Auktion mit Werken des Künstlers zum Strahlen bringen.

Von Druckgraphik des fünfzehnten Jahrhunderts bis zur Fotografie der Gegenwart reicht das Spektrum dessen, was die Berliner Galerie Bassenge vom 25. November an bis zum 2. Dezember in einer Serie von Auktionen zum Aufruf bringt. Am Auftakttag ragt „Der Obelisk“ von Rembrandt heraus, eine 8,4 mal 16,2 Zentimeter messende Radierung mit einem Schätzpreis von 35.000 Euro. Aus der Werkstatt Peter Paul Rubens' stammt die „Kreuzigung Christi“ (114 x 80 Zentimeter) nach einem verschollenen Original des Meisters mit einer Erwartung von 18.000 Euro in der Versteigerung mit Gemälden Alter und Neuer Meister, deren Fokus auf niederländischer und flämischer Kunst liegt.

Ins kaiserzeitliche Österreich geht es mit der Auktion „Felix Austria“. Nahbetrachtungen ermöglichen Porträtminiaturen, darunter ein besonders feines Bildnis einer jungen Frau von Étienne-Charles Le Guay (2000 Euro), das rund fünf Zentimeter im Durchmesser zählt. Hans Purrmanns etwa 46 mal 38 Zentimeter große „Landschaft mit Palme und Häusern“ fängt im Jahr 1957 einen italienischen Sommer ein; zum Aufruf kommt sie mit einer Schätzung von 45.000 Euro im ersten Teil der Auktion Moderne Kunst.

Stachelig krönt sich selbst in derselben Auktion Günther Ueckers Nagelbild „Der schwarze Schwan“ von 1980, eher einer finsteren Supernova mit einem halben Meter Durchmesser gleichend. Es untermauert bei einer Schätzung von 180.000 Euro die Begehrtheit des Objektkünstlers. Auf die „Suche nach dem Licht“ begibt sich dagegen die reichhaltige Sammlung mit Arbeiten des Lebensreform-Künstlers Fidus, die aus all seinen Werkbereichen schöpft. Das Highlight dieser Auktion ist „Im Tempel der Ausgießung“, gemalt mit Öl und Tempera auf Hartfaserplatte (1911/1947), eine 118,7 mal 188,4 Zentimeter messende himmlische Ekstase in Pastelltönen, geschätzt auf 30.000 Euro.

Quelle: FAZ.NET
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