Kunstmessen

Art Basel kommt nach Paris

26.01.2022
, 20:42
Veranstaltungsort der neuen Messe: das Grand Palais Ephémère von innen, außen der Eiffelturm
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Die französische Kunstmesse FIAC muss weichen: Im Oktober wird in Paris die Art Basel ihren Platz einnehmen, mit einer neuen Messe für zeitgenössische Kunst.
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Es ist ein Coup, der Paris als europäische Kunstmetropole im Brexit-Aufwind weiteren Schub verleihen und zugleich für gehörige Unruhe im Kulturbetrieb an der Seine sorgen dürfte: Die Art Basel expandiert in die französische Hauptstadt. Im Oktober wird sie mit einer neuen Messe für zeitgenössische Kunst den Platz der Foire Internationale d'Art Contemporain (FIAC) einnehmen und sich damit neben der Messe am Heimatstandort Basel, in Hongkong und Miami Beach ein viertes Standbein zulegen. Das ist das Ergebnis einer Ausschreibung, die das Grand Palais als traditioneller Veranstaltungsort der FIAC abgehalten hat. Der Oktobertermin wurde an den Meistbietenden verkauft. Die im Besitz der Schweizer MCH Group befindliche Art Basel schlug zu.

Für die 1974 gegründete FIAC, eine Pariser Institution und Frankreichs bedeutendste Kunstmesse, ist es ein schwerer Schlag. Ende des vergangenen Jahres hat die Réunion des Musées Nationaux-Grand Palais (RMN-GP), die das derzeit renovierte Grand Palais und seinen vorübergehenden Ersatz, das Grand Palais Éphémère auf dem Marsfeld, verwaltet, die traditionellen Oktober- und Novembertermine der Messen FIAC und Paris Photo zur Disposition gestellt. Die Vereinigung hat nun bekanntgegeben, dass MCH den Zuschlag für die Organisation einer internationalen Messe mit zeitgenössischer Kunst im Oktober erhalten hat. Die ebenso wie die FIAC zu englisch-niederländischen Gruppe RELX gehörende Messe Paris Photo kann ihren Termin im November hingegen behalten.

Die Messen werden 2022 und 2023 noch im Grand Palais Éphémère stattfinden. Erst von 2024 kann das Grand Palais auf den Champs-Elysées wieder bezogen werden. Einen Namen für die neue Messe der Art Basel in Paris gibt es noch nicht. Der Sieben-Jahres-Vertrag hat Berichten zufolge einen Wert von mindestens 20 Millionen Euro. Für die MCH ist es die zweite Investition binnen Tagen: Am Montag erst gab sie eine Beteiligung mit 15 Prozent an der Art SG in Singapur bekannt.

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Quelle: eer./FAZ.NET
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