FAZ plus ArtikelAuktionen in New York

Wohin nur mit all dem Geld? In die Kunst!

Von Ursula Scheer
19.11.2021
, 17:47
Erzielte ein Gesamtergebnis von 590 Millionen Dollar: Versteigerung der ersten Tranche aus der „Macklowe Collection“ bei Sotheby’s
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Rekordergebnisse bei den Abendauktionen für Moderne und Zeitgenossen in New York zeigen: Auf solche Gelegenheiten haben die Sammler gewartet.
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Die Säle besetzt, das Angebot herausragend und durch Garantien bestens abgesichert, der Investitionswille enorm: Bei den New Yorker Abendauktionen von Sotheby’s, Christie’s und Phillips fiel ein Rekord nach dem anderen und wurde schon am Mittwochabend, Tage vor dem Ende des zweiwöchigen Versteigerungsreigens, die Zwei-Milliarden-Schwelle bei den Gesamteinnahmen der Häuser überschritten. Entschieden dazu beigetragen haben zwei Privatsammlungen: Christie’s hatte die Kollektion des 2020 im Alter von 99 Jahren gestorbenen Ölmagnaten Edwin Lochridge Cox mit Impressionisten und Postimpressionisten im Angebot; Sotheby’s konnte mit den zeitgenössischen Kunstwerken auftrumpfen, die das Ehepaar Macklowe zusammengetragen hatte, bevor dessen Scheidungskrieg die Zwangsversteigerung provozierte.

Allein die erste Tranche der „Macklowe Collection“ mit 35 Losen (Teil zwei folgt im Mai) erzielte 590 Millionen Dollar; mit Aufgeld sind das 676 Millionen. Die Schätzung lag bei 439,4 bis 618,9 Millionen. Nie hat Sotheby’s bei einer Versteigerung von Werken aus einem Besitz mehr eingenommen. Sämtliche Lose waren mit Garantien versehen, alle wurden verkauft. Es passt ins Bild, dass sich an die Spitze Mark Rothkos optimistisch in Gelb und Orange strahlendes Gemälde „No 7“ von 1951 setzte. Taxiert auf 70 bis 90 Millionen Dollar, ersteigerte es ein asiatischer Sammler zum Hammerpreis von 77,5 Millionen – dem zweithöchsten je erreichten Auktionsergebnis für einen Rothko.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Scheer, Ursula
Ursula Scheer
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