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FAZ plus ArtikelWynn verkauft Picasso und Warhol

Nicht dieser Markt ist kriminell

Von Rose-Maria Gropp
 - 15:13

Noch immer wird Steve Wynn als „Kasinomogul“ von Las Vegas bezeichnet. Obwohl er das inzwischen längst nicht mehr ist. Die Schuld daran trägt er selbst. Den Sturz vom hohen Podest haben ihm die Vorwürfe zahlreicher seiner Mitarbeiterinnen wegen sexueller Belästigung und Nötigung zu sexuellen Handlungen eingetragen. Wynn leugnete zunächst, aber nicht sehr lang. Zuerst legte er, der Donald Trump nahesteht, sein Amt als Finanzchef des republikanischen Parteivorstands nieder. Das war der Stand Anfang dieses Jahres, da ließ sich schon fragen, wann seine notorische Kunstsammlung ins Spiel kommen würde. Im Februar trat er dann von der Spitze seines Achtzehn-Milliarden-Dollar-Imperiums zurück. Und es geht weiter ans Eingemachte für Wynn: Gerade hat er, nun 76 Jahre alt, seinen gesamten Anteil an der von ihm gegründeten Firma „Wynn Resorts“ abgestoßen, nicht zuletzt, so heißt es, weil der Skandal um seine angeblichen sexuellen Übergriffe schädlich wurde.

Offenbar ist jetzt auch der Zeitpunkt für Werke aus seiner sündteuren Kunstkollektion gekommen. Gewiss hoffte Wynn, diese Verkäufe klandestin abwickeln zu können. Doch von der Kunstmesse Art Basel Hong Kong wurde aktuell berichtet, dass er sich von einem „Superman“ Andy Warhols über die Galerie Acquavella getrennt habe; der für das Bild genannte Preis betrug 19,5 Millionen Dollar. Anfang dieser Woche hat die Internet-Plattform Artnet offengelegt – und in direktem Anschluss auch die Agentur Bloomberg –, dass Wynn der Einlieferer kapitaler Werke ist für die Prestige-Auktionen des Frühjahrs in New York, die am 15. Mai beginnen. Die Auktionsfirma Christie’s macht freilich keine Angaben über Einlieferer oder Käufer; das ist dort die Hauspolitik.

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Quelle: F.A.Z.
Rose-Maria Gropp
Redakteurin im Feuilleton, verantwortlich für den „Kunstmarkt“.
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