Teuerster Altmeister

Georges de la Tour

14.12.2020
, 17:27
Neuer Rekord: Bei Lempetz in Köln wurde der teuerste Altmeister in einer deutschen Auktion jemals zugeschlagen.

Es war zu erwarten: Georges de la Tours „La fillette au braisier“ erfüllte die in sie gesetzte Hoffnung. Das Nachtstück des exzentrischen französischen Malers schlug Lempertz-Chef Henrik Hanstein – im Kölner Saal am Pult selbst sichtlich begeistert von dem Rarissimum mit der Losnummer 11 – nach gar nicht so langem Bieten bei 3,6 Millionen Euro zu, ziemlich in der Mitte der Schätzung von drei bis vier Millionen. Der ungenannte Käufer bezahlt mit Aufgeld 4,34 Millionen Euro dafür. Damit ist das „Mädchen, in ein Kohlebecken blasend“ teuerster Altmeister in einer deutschen Auktion jemals (höchster Zuschlag hierzulande bleibt mit 4,7 Millionen Euro Beckmanns „Ägypterin“, 2018 bei Grisebach in Berlin).

Zuvor machte die Losnummer 4 Furore: Die wunderschöne „Betende Maria“ von Quentin Massys – taxiert auf 500.000 bis 700.000 Euro und aufgerufen bei 440 000 – stieg in einem spannenden Gefecht bis auf 1,3 Millionen Euro; mit Aufgeld sind das 1,58 Millionen. Und Attraktivität ist Trumpf: Ein kleines Stillleben von Osias Beert kam so auf 300.000 Euro (Taxe 60.000/80.000). Der Umsatz für die 22 Werke aus der Sammlung des Unternehmers Hinrich Bischoff liegt bei 8,4 Millionen Euro.

Quelle: F.A.Z.
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