Digitalkongrees #beBeta

BDZV tagt, Döpfners Abgang ist kein Thema

21.06.2022
, 16:19
Mathias Döpfner auf dem Digitalkongress #beBeta in Berlin.
Auf dem Digitalkongress #beBeta des Zeitungsverlegerverbands BDZV geht es um die digitale Zukunft der Branche. Um den angekündigten Rückzug des Verbandschefs Mathias Döpfner geht es nicht.
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Der Präsident des Bundesverbands Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV), Mathias Döpfner, hat Medienhäuser ermutigt, stärker auf digitale Innovation zu setzen. Es gelte, nach der Transformation vom Analogen ins Digitale und dem Aufkommen Sozialer Medien nun die nächste Welle der Kreativität zu gestalten, sagte der Axel-Springer-Vorstandsvorsitzende auf dem Digitalkongress #beBeta in Berlin. Auf seine vor drei Wochen erfolgte Ankündigung, im Herbst vorzeitig sein Amt als Präsident des BDZV abzugeben, ging Döpfner in seiner Rede nicht ein.

„Mit dem Krieg Russlands gegen die Ukraine“, sagte er, sei „wieder deutlich geworden, wie ungeheuer wichtig wahrheitsgemäße, auf Fakten basierende Information ist.“ Dabei sei die digitale Verbreitung für die Menschen in der Ukraine entscheidend, die Berichte der digitalen Tageszeitung „Kyiv Independent“ etwa seien für jeden verfügbar. Mit Blick auf die digitale Nachrichtenverbreitung sagte Döpfner, dies sei ein „historischer Moment des Journalismus“. Die Branche habe Grund, optimistisch in die Zukunft zu schauen. Der größte Fehler wäre, nichts zu tun, es gelte, „sich mit punktuellen kreativen Projekten an die Spitze der Bewegung zu setzen“. Sein Credo laute: „Das Beste liegt noch vor uns – als Kraft für Demokratie und hoffentlich auch als Geschäftsmodell.“

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Auch Digitalminister Volker Wissing gab sich optimistisch. Der Digital News Report des Reuters Institute weise aus, dass in Deutschland die Bereitschaft, für digitale Nachrichtenangebote zu zahlen, wachse. Journalismus, sagte Wissing, „lebt von Qualität. Und Qualität lebt davon, dass sie auch honoriert wird.“ Die neuen Digitalgesetze der EU, Regelwerke Digital Services Act (DSA) und Digital Markets Act (DMA), bezeichnete Wissing als „Meilensteine“. Nun gelte es, diese konsequent umzusetzen.

Seinen Rückzug als BDZV-Chef hatte Döpfner nach einer langen Kontroverse verkündet, bei der ihm die Verlage Funke und Madsack sein Verhalten bei der Ablösung des früheren „Bild“-Chefs Julian Reichelt vorgehalten hatten. Die personellen und strategischen Fragen des Verbands sind zurzeit offen.

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Quelle: F.A.Z.
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