Nachbesserungen an Kevin-Film

Ein „Bravo“ von Macaulay Culkin

14.01.2021
, 16:15
Anhänger des Filmklassikers „Kevin - Allein in New York“ fordern, den Auftritt von Donald Trump nachträglich aus einer Szene zu entfernen. Der frühere Kinderstar Macaulay Culkin hätte nichts dagegen.

Macaulay Culkin unterstützt die Idee, Donald Trump aus dem Film „Kevin – Allein in New York“ zu streichen. Der Schauspieler reagierte auf mehrere Tweets, die zu entsprechenden Petitionen aufriefen und Vorschläge für eine alternative Umsetzung machten, mit den Worten „sold“ (sinngemäß: einverstanden) und „bravo“.

Culkin spielte Kevin McCallister, die Hauptrolle in den Weihnachtsklassikern „Home Alone“ und „Home Alone 2“ aus den Jahren 1991 und 1992. Nach dem gewaltsamen Sturm auf das Kapitol hatten Fans gefordert, den kurzen Auftritt des Präsidenten digital aus dem Kultfilm verschwinden zu lassen. Zwei Alternativvorschläge fanden besonderen Anklang: Analog zu seinem Twitter-Bann solle Trump komplett entfernt, also gewissermaßen seiner filmischen Existenz beraubt werden. Oder aber Culkin solle statt Trump auftreten und als Vierzigjähriger seinem früheren Ich begegnen.

Trump hatte seinen wenige Sekunden dauernden Auftritt in dem Film im Plaza Hotel, das ihm damals selbst gehörte. Kevin, der die Weihnachtsferien in New York verbringt, fragt ihn in der Lobby des Hotels nach dem Weg. Trump steht ihm in einem langen Mantel gegenüber, gibt ihm den richtigen Hinweis und schaut ihm nach.

Im Dezember vergangenen Jahres erzählte der Regisseur der Kevin-Filme, Chris Columbus, in einem Interview, es sei Trump damals nur durch Schikane gelungen, in dem Film aufzutreten: Unter dieser Prämisse hätte er die Crew die Szene im Hotel drehen lassen. Die Reaktion der ersten Zuschauer auf seinen Auftritt überraschte das Filmteam dann aber, wie Columbus berichtet: Bei einer Vorab-Vorführung hätten die Leute gejubelt, als sie ihn auf der Leinwand sahen. Er durfte also bleiben.

Auf change.org ist bereits eine Petition mit der Forderung eingegangen, Trump in dem Film durch Joe Biden zu ersetzen. Noch ist die Anzahl der Unterstützer überschaubar.

Quelle: elwi.
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