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War Sewerodonezk der „Schlüssel“ im Kampf um den Donbass?

Von Oliver Palkowitsch
30.06.2022
, 06:27
Donezk, Ukraine, Juni 2022: Ein Truppenlaster voller Soldaten auf dem Weg von der Front nahe Sewerodonezk Richtung Westen.
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Vor dem russischen Angriff kannte kaum jemand die Stadt, in der ich sechs Jahre lang gelebt habe. Welche strategische Bedeutung hatte Sewerodonezk im Kampf um den Donbass? Gastbeitrag von einem OSZE-Experten.
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Die ukrainische Stadt Sewerodonezk ist am Freitag, den 24. Juni, gefallen. Offiziell war es eine operative Rücknahme der ukrainischen Front, um die endgültige Einkesselung der wenigen verbliebenen Verteidiger zu vermeiden. In den Medien erhielt die Stadt das Attribut „strategisch wichtig“. Sie sei der Schlüssel für die Schlacht um den Donbass. Stimmt das?

Wenn die Stadt von solcher Bedeutung war, warum wusste die Welt zuvor nichts über sie? Und jetzt, da sie vollständig in russischer Hand ist, was sind die Konsequenzen? Mit dem 24. Juni ist die mediale Aufmerksamkeit für eine Großstadt im sowjetischen Trabantenstadtstil, die zuvor fast niemand kannte, zu Ende gegangen. Die Plattenbautrümmer werden von jetzt an wahrscheinlich niemanden außer die wenigen Verbliebenen interessieren.

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