FAZ plus ArtikelUrheberrecht und Netzmonopole

Haben wollen, aber nicht teilen

Von Helga Trüpel
09.07.2020
, 19:14
Wenn es um die Rechte der Kreativen geht, werden Netzaktivisten zu Sprechern des Monopolkapitals: Über die Widersprüche der Argumentation der „Netzgemeinde“. Ein Gastbeitrag.

Hundertfünfzigtausend Menschen sind im vergangenen Jahr in Deutschland gegen die EU-Urheberrechtsreform auf die Straße gegangen, um die Reform zu kippen, insbesondere um sogenannte Uploadfilter zu verhindern und um eine kulturelle Lebenspraxis der Remix-Kultur im Netz zu verteidigen, unbegrenzt und unbezahlt. Das klingt erst einmal harmlos und legitim, aber hier ist der Kern des Problems begraben: Die Generation der „Digital Natives“, der Bitkom-Branchenverband und die digitalen amerikanischen Monopole, allen voran Google und Facebook, haben ein gemeinsames Interesse formuliert und kampagnenhaft propagiert: Save your Internet as you know it.

Die Öffentlichkeit hat sich seit der digitalen Revolution massiv verändert. Die Videos „Die Zerstörung der CDU“ und „Die Zerstörung der Presse“ von Youtuber Rezo, mit dem Henri-Nannen-Preis und dem Grimme-Preis geehrt, haben einer breiteren Öffentlichkeit die Netzstars bekannt gemacht. Grund genug, sich die Piraten- und Netz-Community-Argumente genauer anzusehen und ihren Kern offenzulegen.

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