FAZ plus ArtikelKapitolbesetzer im Internet

An ihren Bildern sollt ihr sie erkennen

Von Axel Weidemann
16.01.2021
, 08:11
Eine Woche nach der Besetzung des Kapitols dauert die Identifikation gewaltbereiter Teilnehmer durch deren Beiträge in sozialen Medien an. Schon früh beteiligten sich Aktivisten und Privatpersonen an der Datenaufbereitung.

Neun Tage nachdem Trump-Anhänger und rechte Krawalltouristen das Kapitol in Washington stürmten, wird nicht nur das Bild der Gewalt detaillierter, die an diesem Tag stattfand, sondern auch das ihrer Folgen für die mutmaßlichen Täter. Teilnehmer des Aufruhrs, die über Bildbeiträge auf Social-Media-Plattformen identifiziert wurden, werden angezeigt, dürfen keine Flugreisen mehr antreten und verlieren ihre Jobs. Allerdings wird es dauern, bis die Verdächtigen zur Rechenschaft gezogen werden können.

Mit der Identifizierung potentieller Täter beschäftigen sich nicht nur Behörden, sondern auch Privatpersonen – das FBI hatte zuvor bereits um Hilfe bei der Identifikation gebeten. Wie das Tech-Portal „Motherboard“ nun berichtet, hat ein Entwickler, der sich auf Twitter „Patr10tic“ nennt, eine interaktive Karte ins Netz gestellt, die mit eingebetteten Videos zeigt, welche Szenen sich am 6. Januar am und im Kapitol abspielten und wer daran beteiligt war. Im Internet waren bereits mehrere solcher Karten aufgetaucht, die beispielsweise zeigen sollten, wie viele der Anwesenden einen Account auf dem Netzwerk „Parler“ hatten, dem Amazon am Wochenende seine Server-Dienste entzog und es damit de facto vom Netz nahm.

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Axel Weidemann
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