FAZ plus ArtikelSexuelle Ausbeutung im Netz

Die Bilder verschwinden nie mehr

Von Nina Rehfeld, Sedona
15.12.2020
, 07:28
Serena Fleites war vierzehn, als sie einem Freund Nacktbilder schickte. Die Aufnahmen landeten bei „Pornhub“ und vagabundieren durchs Netz.
Das Portal „Pornhub“ zieht Milliarden von Besuchern an. Gezeigt wird Amateur-Erotik, aber auch, wie eine Recherche darlegt, Kinderpornographie und sexuelle Gewalt gegen Frauen. Wer gebietet dem Einhalt?
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Im Dezember des vergangenen Jahres gab die Videowebsite Pornhub – eine Art Pornoversion von Youtube – bekannt, welchen Suchbegriff ihre Nutzer 2019 am häufigsten eingegeben hatten: „Amateur“. Die Interpretation der Portalbetreiber: „Die Botschaft ist: Jeder kann ein Pornostar sein!“

Aber manche, die auf Pornhub zu sehen sind, möchten keinesfalls Pornostars sein. Zahlreiche junge Frauen und Mädchen finden sich hier unfreiwillig wieder, in Aufnahmen, die ohne ihre Zustimmung hochgeladen wurden. Manche Amateur-Videos zeigen sexuelle Übergriffe auf Frauen, die offenbar bewusstlos sind. Die Seite sei „verseucht von Vergewaltigungsvideos“, schrieb der „New York Times“-Reporter Nicholas Kristof vor wenigen Tagen in einem vieldiskutierten Artikel: „Sie macht mit der Vergewaltigung von Kindern, Rache-Pornos, heimlichen Aufnahmen von duschenden Frauen, rassistischen und frauenfeindlichen Inhalten und Bildern von Frauen, die mit Plastiktüten erstickt werden, Geld.“

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