FAZ plus ArtikelMedien über Ostdeutschland

Die Stimme des Ostens ist oft recht leise

Von Helmut Hartung
12.09.2019
, 06:33
Dunkle Wolken oder gute Aussichten? Nicht nur beim Blick in den Himmel über Leipzig stellt sich die Frage, wie man gewichtet.
Die Berichterstattung vieler Medien über Ostdeutschland hat Schlagseite. Das nährt Misstrauen und spielt „Lügenpresse“-Rufern in die Hände. Der MDR stellt sich dem Problem und will auf die gesamte ARD einwirken.
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Bei der Analyse der jüngsten Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen spielte die Medienberichterstattung über die neuen Länder und die AfD eine wichtige Rolle. In Sachsen hatte im Oktober 2014 Pegida in Dresden den politischen Kampfbegriff von der „Lügenpresse“ skandiert, der inzwischen von der AfD übernommen worden ist.

Diese Begriffsprägung hat im Osten Spuren hinterlassen: 69 Prozent der Sachsen fühlen sich in der Freiheit ihrer Meinungsäußerung eingeschränkt. Unter AfD-Anhängern sind 98 Prozent dieser Auffassung – und selbst die Grünen-Wähler sehen es zu fünfzig Prozent so. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest Dimap hervor.

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