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Neuer Bond-Song

Klassischer geht’s nicht

Von Andrea Diener
 - 11:58
Billie, Finneas und fünf Grammys im Arm: Billie Eilish ist eine der wichtigsten und erfolgreichsten Newcomerinnen.

Wer das Konzept Bond-Titellied schon seit längerer Zeit verfolgt, dem dürfte beim Hören des neuesten Beitrags zum Genre einiges bekannt vorkommen. Ziemlich viel von Garbages „The World is not enough“ ist darin, ab und zu erinnert er dann wieder an „Skyfall“ von Adele, wenn sich die Stimme in den Himmel schraubt. Man hätte übrigens schwören können, Adeles sei der letzte Bondsong gewesen, aber nein, dazwischen war ja noch „Writing's on the Wall“ von Sam Smith, völlig verdrängt, null Erinnerung, nochmal angehört, sofort wieder vergessen.

Ganz anders Billie Eilishs „No Time to die“, das dürfte in die Riege der Songs eingehen, die man gleich mitsingen kann, wenn man nur den Titel liest. Wie „GoldenEye“ von Tina Turner oder natürlich „Goldfinger“ von Shirley Bassey. Oder „The Living Daylights“ von a-ha, wenn man mit der Stimme so hoch kommt.

In den Hintergrund zimmert Hans Zimmer dann eine Orchesteruntermalung, wie sie bondiger wirklich nicht geht. Irgendwo soll auch Johnny Marr (einst „The Smiths“) mitgemischt haben, aber wo genau, das hört man beim besten Willen nicht. Nach Adeles Klavier- und posaunenlastigem Track kommen diesmal vorrangig Streicher zum Einsatz. Man hätte Billie Eilish gewünscht, sie hätte sich in Sachen Musikbegleitung etwas mehr austoben dürfen – respektive ihr Bruder Finneas O'Connell, der dafür sonst zuständig ist. Das durfte Jack White schließlich auch, der mit Alicia Keyes zusammen einst „Another Way to die“ sang, was sehr nach Jack White klang mit E-Gitarren und ordentlich Schlagzeuggedresche.

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Keine zarten Elektroanleihen also, keine Stromgitarren, kein Schlagzeug, wenn man Orchesterpauken nicht mitzählt. Aber zum Glück die Stimme von Billie Eilish, ohne die das Ganze schnell in Beliebigkeit abgesuppt wäre. Sie beherrscht alle Schattierungen von brüchig pastelliger Höhenlage bis volle Kraft voraus, aber ganz zum Schluss erst und nur ganz kurz. Sie ist mit achtzehn Jahren übrigens die jüngste Interpretin eines Titelliedes jemals. Bei der Oscar-Verleihung in der Nacht von Sonntag auf Montag hatte sie gerade erst einen Auftritt bei der „In Memoriam“-Sektion, die der Toten des vergangenen Jahres gedenkt. Sie sang eine Coverversion von „Yesterday“ von den Beatles.

Quelle: FAZ.NET
Autorenporträt / Diener, Andrea
Andrea Diener
Redakteurin im Feuilleton.
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