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Steve Winwood wird siebzig

Gebt ihm Liebe

Von Wiebke Hüster
 - 10:23

Die Konzerte, die Steve Winwood im Juli im Paradiso in Amsterdam und im Londoner Hyde Park gibt, sind bereits ausverkauft, aber neu hinzugekommen ist ein Auftritt beim Montreux Jazz Festival am 11. Juli, und für die Konzerte vorher in Manchester, Antwerpen und Köln gibt es auch noch Karten. Wenn man die dreiundzwanzig Stücke auf dem im September vergangenen Jahres veröffentlichten Album „Greatest Hits“ hört, will man unbedingt mindestens einen dieser Auftritte erleben.

Denn auf dem Album mit Live-Aufnahmen etwa von „While You See a Chance“ oder „Can’t Find My Way Home“ zeigt sich, wie Winwood eine so lange Karriere als Musiker so großartig bestehen konnte. Nicht nur ist die leicht heisere Stimme des Singer-Songwriters charismatisch, sie hat sich auch kaum verändert in sechzig Jahren öffentlicher Auftritte.

Schließlich stand Steve Winwood, im englischen Birmingham geboren, schon mit neun Jahren auf der Bühne. Er schrieb immer wieder Songs, die in die Rockgeschichte eingingen, sehr früh schon „Gimme Some Lovin’“. Winwood ist ein schier unglaublicher Multiinstrumentalist, spielt Gitarre, Keyboard, Mandoline und produziert auch noch, was ihn zum begehrten Session Player machte, vor allem für Eric Clapton, mit dem er für eine Saison bei Blind Faith spielte, aber auch für James Brown, Tina Turner, Christina Aguilera, Lou Reed, Marianne Faithful oder Van Morrison. Man könnte auch sagen: Hier ist sich jemand gleich geblieben, indem er sich veränderte. Mit fünfzehn Jahren stand der strahlend gutaussehende, hellhäutige blonde Junge bereits mit der Spencer Davis Group im Scheinwerferlicht, drei Jahre später, als sich seine Züge markanter auszuprägen begannen, sang, spielte und komponierte er für seine eigene Band Traffic. In den achtziger Jahren bewies seine Solokarriere, dass Soul und Synthesizer keine Gegensätze sind.

Seit er 2008 mit Eric Clapton den Madison Square Garden zum Toben brachte, ist sicher, dass er uns die eigene musikalische Vergangenheit in immer neuem Licht und darum als erinnernswert zeigen wird. Nichts muss uns daran peinlich sein. An diesem Samstag wird Stephen Lawrence Winwood siebzig.

Quelle: F.A.Z.
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