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Musik zum Mord

Kontroverse um Eminems neues Album

 - 19:19
Das von Hitchcock inspirierte Albumcover

Eminem hat überraschend ein neues Album veröffentlicht. Auf Twitter präsentierte der 47 Jahre alte Rapper am Freitag das Cover von „Music To Be Murdered By“, auf dem er sich eine Axt und einen Revolver an den Kopf hält, und schrieb dazu: „Es ist eure Beerdigung“. Unschwer zu erkennen ist die Reminiszenz an ein Motiv von Alfred Hitchcock, den Eminem in seinem Tweet „Meister Onkel Alfred“ nennt.

Im Interlude „Alfred“ heißt es: „Mein Name ist Alfred Hitchcock und das ist Musik, zu der man sich ermorden lässt. Das ist Stimmungsmusik in der Halsschlagader. Also, warum entspannt ihr euch nicht? Lehnt euch zurück und lasst es euch gut gehen, bis der Gerichtsmediziner kommt.“

2018 hatte der Rapper sein letztes Album „Kamikaze“ in einer ähnlich überraschenden Aktion veröffentlicht und auf Vorab-Werbung verzichtet. Auf die neue Platte haben es 20 Songs geschafft. Am Morgen wurde bereits über die diversen Kooperationen und ihr Für und Wider diskutiert: Zu hören sind da zum Beispiel der allseits präsente Popstar Ed Sheeran und der erst vor kurzem gestorbene Rapper Juice Wrld, der von Funk und Soul inspirierte Rapper Anderson .Paak und der aus Texas stammende Don Toliver.

Auf Youtube veröffentlichte Eminem zunächst das Musikvideo zum Song „Darkness“, eine düstere Auseinandersetzung mit der Massenerschießung bei einem Country-Music-Festival 2017 in Las Vegas – und den Waffengesetzen in Amerika. „Wann wird das enden? Wenn sich genügend Leute damit beschäftigen“, heißt es am Ende des Videos.

Auf Twitter und Instagram reagierten die Fans begeistert. Vor allem die Erkenntnis, an Eminems Sound habe sich nahezu nichts geändert, sorgte für Genugtuung.

Im Song „Unaccommodating“ rappt Eminem: „Ich denke darüber nach, während des Spiels 'lasst die Bomben los' zu schreien, als würde ich draußen vor einem Ariana-Grande-Konzert warten“. Die Zeilen spielen auf den Bombenanschlag bei einem Konzert des Popstars in Manchester 2017 an, als ein britischer Dschihadist 22 Menschen mit sich in den Tod riss. Vielen Nutzern, vor allem Fans von Ariana Grande, gefällt diese Referenz nicht, sie sprechen von Respektlosigkeit. Andere verweisen darauf, dass Eminem schließlich immer provokant gewesen sei. Und sich daran auch im Jahr 2020 nichts ändern werde.

Schon auf „Kamikaze“ hatte sich der Rapper intensiv mit politischen Themen auseinandersetzt. Damals widmete er Donald Trump einige Zeilen. Auf „Music To Be Murdered By“ geht es aber auch wieder um seine persönlichen Erfahrungen und die Erinnerungen an familiäre Gewalt.

Quelle: elwi./dpa
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