Zoe Wees auf Tournee

Kontrolle ist ihre Therapie

Von Christian Riethmüller
08.04.2022
, 13:44
Mit ihrer Debütsingle „Control“ gelang der Hamburger Sängerin  Zoe Wees gleich der Durchbruch.
Die junge Hamburger Sängerin Zoe Wees wird international als „German Wunderkind“ gefeiert und ist mit ihrem Hit „Control“ Dauergast im Radio. Im Interview erzählt sie auch von dem Zufall, der ihre Karriere ins Rollen brachte.
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Frau Wees, mit dem Song „Control“ sind Sie seit zwei Jahren Stammgast im Radio. Bekannt geworden sind Sie aber nicht nur durch die sozialen Medien, sondern auch durch Ihr Mitwirken bei der Fernsehshow „The Voice Kids“…

Nicht ganz. Ich habe schon in der Schule gesungen und ein damaliger Lehrer hat mich angesprochen. Wir haben dann einfach Musik gemacht im Musikraum. Irgendwann war ich dann soweit, ins Studio zu gehen. Dort habe ich angefangen Songs zu schreiben und aufzunehmen. Nach dem Reeperbahnfestival in meiner Heimatstadt Hamburg lernte ich Leute aus dem Musikgeschäft kennen und so ging es los.

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Waren die ersten Aufnahmen im Studio schon eigene Songs oder coverten Sie Lieder, um so eine eigene Stimme zu finden?

Meine beiden Produzenten Patrick Pyke Salmy und Ricardo Muñoz waren in Kontakt mit verschiedenen Songwritern und ich habe viele Lieder ausprobiert. Dabei habe ich festgestellt, dass dies eigentlich gar nichts für mich ist. Ich wollte meine eigenen Sachen machen, um mich damit ausdrücken zu können. Daraufhin habe ich mich gemeinsam mit zwei Songwritern ins Studio gesetzt und „Control“ geschrieben. Das war crazy!

Hatten Sie diese Melodie im Kopf? Oder setzen Sie sich an ein Klavier oder schnappen sich eine Gitarre und versuchen loszulegen und Songs zu schreiben?

Manchmal nehme ich ein Instrument, Hauptsache es kommen Töne raus. Manchmal nehme ich unterwegs spontan etwas auf. Aber oft gehe ich auch ohne eine bestimmte Idee ins Studio und folge den Vibes, wenn wir zusammen musikalische Gedanken austauschen.

Ihre Lieder und Ihr an Urban und Pop orientierter Sound klingen sehr international, eigentlich wie eine amerikanische Produktion…

Meine beiden Produzenten sind Deutsche, aber orientieren sich an amerikanischen Produktionen.

Ihre Stimme sollen Sie unter anderem an Songs des schottischen Sängers Lewis Capaldi geschult haben. Und manchmal meint man bei Ihren Liedern einen weiblichen Capaldi zu hören. Ist das eine Folge des Trainings oder Ihre natürliche Stimmlage?

Das ist tatsächlich mein natürlicher Gesang. Der kann aber durchaus beeinflusst sein von Künstlern, die ich zu der Zeit gehört habe. Unbewusst wohl.

Sie haben es, für deutsche Künstler extrem selten, sogar in amerikanische Fernsehshows, etwa zu Jimmy Fallon, geschafft. Wie sind die auf Sie aufmerksam geworden?

Mein Label Capitol Records hat mir dazu verholfen.

Wie sind Sie denn zu einem britischen Label gekommen?

Das war crazy. Ein Mitarbeiter von Capitol ist in ein falsches Zoom-Meeting geraten, in dem ich gerade ein Showcase hatte. Der hörte das und erzählte Capitol UK davon. Die waren begeistert und so wurde ich als erste deutsche Sängerin von ihnen unter Vertrag genommen. Und das alles, weil ein Mitarbeiter zufällig bei meinem Zoom-Showcase gelandet ist.

In Ihrem Hit „Control“ thematisieren Sie eine Krankheit, unter der Sie als Kind und Jugendliche litten: die Rolando-Epilepsie. Die haben Sie überwunden?

Ja. Aber die drei Minuten von „Control“ sind auch weiterhin meine Therapie.

Zoe Wees auf Tournee

Zoe Wees tritt am 9. April im Metropol in Berlin, am 10. April in der Batschkapp in Frankfurt, am 12. und 13. April in der Kantine in Köln, am 14. April im Täubchenthal in Leipzig sowie am 19. und 20. April im Gruenspan in Hamburg auf.

Quelle: F.A.S.
Autorenporträt / Riethmüller Christian
Christian Riethmüller
Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.
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