Pink Floyd

„Das könnte der größte Musikrechte-Deal aller Zeiten werden“

Von Marcus Theurer
13.05.2022
, 16:44
Roger Waters, ehemalige Frontmann der britischen Rockgruppe Pink Floyd, spielt bei einem Konzert in New York.
Die legendäre britische Rockband Pink Floyd sucht nach Käufern für ihre Musikrechte. Die Altstars könnten damit noch mehr verdienen als Bob Dylan und Bruce Springsteen.
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Wofür David Gilmour und seine Kollegen dringend Geld brauchen, ist nicht bekannt. Schwerreich jedenfalls sind die Mitglieder der legendären britischen Rockband Pink Floyd und deren Erben auch heute schon. Das Vermögen des Sängers und Gitarristen Gilmour wurde auf mehr als 100 Millionen Euro geschätzt. Schlagzeuger Nick Mason ist als leidenschaftlicher Autofan bekannt und besitzt eine umfangreiche Sammlung wertvoller Ferrari-Oldtimer.

Doch nun wollen Pink Floyd offensichtlich noch mal richtig Kasse machen. Die Band, die mit Alben wie „Dark Side of the Moon“, „Wish You Were Here“ und „The Wall“ in den Siebzigerjahren zu Weltstars des Progressive Rock geworden ist, erwägt den Verkauf der Musikrechte an ihren Hits.

„Das könnte der größte Musikrechte-Deal aller Zeiten werden“, sagte am Freitag ein mit den Gesprächen vertrauter Brancheninsider der F.A.S. Zuvor hatte bereits die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, dass Pink Floyd nach Käufern Ausschau hält. Fachleute schätzen, dass Pink Floyd mehr Geld einnehmen können als die Altstars Bob Dylan und Bruce Springsteen, die die bislang höchsten Preise für ihre Musik erzielt haben.

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Dylan hat 2020 zunächst seine Kompositionsrechte verkauft und dieses Jahr auch die Rechte an den Tonaufnahmen. Zusammen soll er dafür bis zu 600 Millionen Dollar erhalten haben. Springsteen kassierte geschätzte 550 Millionen Dollar. Pink Floyd wollten ebenfalls sowohl die Kompositions- als auch die Tonträgerrechte verkaufen, heißt es in informierten Kreisen. Bislang seien die Gespräche in einem frühen Stadium.

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In den vergangenen Jahren haben viele ältere Stars ihre Musikrechte verkauft, darunter auch Neil Young und Tina Turner. Angeheizt wurden diese Geschäfte durch extrem niedrige Zinsen am Finanzmarkt und einer Erholung des Musikmarkts nach langen Jahren mit rückläufigen Umsätzen. Da am Finanzmarkt die Zinsen inzwischen steigen, könnte es nun schwieriger werden hohe Preise für Musikrechte zu erzielen. Auch deshalb wird der von Pink Floyd angestrebte Deal in der Branche mit Spannung verfolgt.

Zu den potentiellen Käufern der Musikrechte von Pink Floyd werden alle großen Musikkonzerne gezählt: Universal, Sony, Warner und auch die Bertelsmann-Musiksparte BMG. Den Musikern winkt also ein großes Geschäft – oder wie es im Liedtext zum Pink-Floyd-Hit „Money“ von 1973 heißt: „Grab that cash and make a stash“ – „greif nach dem Geld und staple es“.

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Quelle: F.A.S.
Marcus Theurer - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Marcus Theurer
Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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