FAZ plus Artikel50. Todestag

Wie starb Jimi Hendrix wirklich?

Von Peter Kemper
18.09.2020
, 09:04
Vor fünfzig Jahren starb Jimi Hendrix nach einem exzessiven Leben. Die Umstände seines Todes sind bis heute mysteriös. Versuch einer Rekonstruktion der letzten Stunden des einflussreichsten Gitarristen der Rockgeschichte.

„Die Musikszene der sechziger Jahre, das war wie der Wilde Westen – Knarren, Aktenkoffer voller Geld, die Mafia. Ich habe keinen Zweifel, dass mein Bruder ermordet wurde.“ Leon Hendrix, der heute zweiundsiebzigjährige Bruder des einflussreichsten Gitarristen der Rockgeschichte, hängt noch immer einer wilden Verschwörungstheorie an. In der gerade erschienenen Hendrix-Biographie von Philip Norman erneuert er noch einmal seine bizarren Zweifel: „Ich glaube einfach nicht, dass er an seinem Erbrochenen erstickt ist, wie es all die Jahre behauptet wurde. Es war ‚Waterboarding‘.“ Über die letzten Stunden von Jimi Hendrix gibt es eine Fülle widersprüchlicher Angaben, die seinen Tod vor der Zeit bis heute rätselhaft erscheinen lassen.

Hendrix starb just zu einem Zeitpunkt, als er sich von seinem exzessiven Rockstarleben bedroht fühlte. Er sah sich nicht nur mit einer ruinösen Vertragsklage des New Yorker Plattenproduzenten Ed Chalpin konfrontiert, seine ehemalige Freundin Diane Carpenter hatte eine Vater- schaftsklage gegen ihn angestrengt – beides versuchte Hendrix zu verdrängen. Die erst kurz zuvor erfolgte Verlobung mit der dänischen Schauspielerin Kirsten Nefer war angesichts seiner zahllosen Groupies auch nicht dazu angetan, sein Seelenleben zu befrieden. Denn auch die Eiskunstläuferin Monika Dannemann aus Düsseldorf behauptete, sie habe sich schon im April 1969 mit ihm verlobt.

Testen Sie unsere Angebote.
Jetzt weiterlesen

Testen Sie unsere Angebote.
F.A.Z. PLUS:

  FAZ.NET komplett

F.A.Z. PLUS:

  Sonntagszeitung plus

Diesen und viele weitere Artikel lesen Sie exklusiv mit F+
Quelle: F.A.Z.
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot