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FAZ plus ArtikelProteste in Iran

Niemand weiß, wie viele starben

Von Amir Hassan Cheheltan, Teheran
 - 15:40
Das war einmal eine Tankstelle in Teheran. Sie wurde bei den Protesten zerstört, Benzin gibt es sowieso nur noch zur Phantasiepreisen.

Wie schön wäre es, wenn man ihnen das Land wegnehmen könnte, damit es ein Ende hätte mit Armut, staatlichem Diebstahl, Diskriminierung und Despotie. Davon träumen die Menschen hierzulande, denn nach zwei Revolutionen und diversen Protestbewegungen während der vergangenen hundertzwanzig Jahre haben sie zur Durchsetzung ihrer Rechte noch einen langen Weg vor sich. Drei solche Bewegungen ereigneten sich allein in den vergangenen zehn Jahren. Und wie die anderen zuvor, wurde auch die jüngste blutig niedergeschlagen.

In der vierzigjährigen Geschichte der islamischen Republik brachen mehrfach städtische Unruhen aus. 1992 fanden in den Randgebieten Teherans und auch in drei Metropolen des Landes Unruhen statt, die in Maschhad sogar zur Festsetzung des Gouverneurs führten. In den Medien fanden diese Proteste kaum ein Echo, und auch die Verantwortungsträger gaben sich damals wortkarg. Doch die Zeiten haben sich geändert.

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Amir Hassan Cheheltan lebt in Teheran. Sein jüngster Roman „Der Zirkel der Literaturliebhaber“ erscheint in deutscher Übersetzung 2020 bei C.H. Beck.

Aus dem Persischen von Jutta Himmelreich.

Quelle: F.A.Z.
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