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Jagd auf Plagiatoren

Die Scanner

Von Friederike Haupt
 - 13:21
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Als Silvana Koch-Mehrin zurücktritt, läuft der Gründer von „Vroniplag“ gerade über den Golfplatz. Sein Handy hat er nicht dabei. Nach dem Sport isst er mit einem Freund zu Abend, das Handy bleibt in der Tasche, aus Höflichkeit und weil der Mann nicht mit Neuigkeiten rechnet. Als er schließlich allein ist und nach Mitteilungen schaut, sieht er, was sie auf Twitter schreiben: Silvana Koch-Mehrin gibt alle ihre Ämter ab. Tweet um Tweet verkündet das. Es ist Mittwochabend, der Mann fährt nach Hause, setzt sich an den Computer und fängt an, E-Mails zu beantworten und neue zu verschicken. Er werde noch einige Zeit damit zu tun haben, erzählt er dabei am Telefon. Egal, dass er die Nacht davor schon kaum geschlafen hat. Es geht ja gerade erst los.

Dabei könnte man meinen, der Mann sei seit diesem Mittwoch am Ziel. Silvana Koch-Mehrin, Vorsitzende der FDP-Fraktion im Europäischen Parlament, musste zurücktreten. „Es ist unmöglich, dass sie damit durchkommt“, hatte der Mann noch vor zweieinhalb Wochen gesagt. Nun ist sie weg.

Karl-Theodor zu Guttenberg, dessen Doktorarbeit die erste war, die er auf Plagiate durchsuchte, ist lange weg, am Mittwoch bestätigt das Gutachten der Uni Bayreuth, was der Mann die ganze Zeit über gewusst hat. Am selben Tag gibt das Grimme-Institut in Düsseldorf bekannt, dass „Guttenplag“ für den Grimme-Online-Award nominiert ist. Veronica Saß, deretwegen der Mann „Vroniplag“ gegründet hat, wird ebenfalls am Mittwoch von der Universität Konstanz der Doktor aberkannt. Doch dem Mann reicht das nicht. „Dieser Machtmissbrauch muss dauerhaft ausgerottet werden“, sagt er.

Die Nutzer wollen anonym bleiben

Als wir vor gut drei Wochen eine Mail an „Vroniplag“ schicken, ruft der Mann noch am gleichen Abend zurück. Man könne ihn gern treffen, sagt er und schlägt ein schönes, altes Café in der Stadt vor, in der er lebt. Zum Treffen bringt er Koch-Mehrins Dissertation mit und eine Baseballmütze für den Fall, dass man ihn entgegen der Absprache doch fotografieren wolle. Der Mann will anonym bleiben, weil er als Selbständiger viele konservative Kunden hat, denen sein Kampf gegen das System wohl nicht gefiele, wie er meint. Doch verstecken will er sich nicht. Man solle ihn Goalgetter nennen, das ist der Name, den er auf der Plattform im Internet trägt.

Als die Doktorarbeit von Karl-Theodor zu Guttenberg im Internet auseinandergenommen wird, ist Goalgetter fast von Anfang an dabei. Er entdeckt die Plattform einen Tag nach ihrer Gründung. Ein Doktorand, der sich PlagDoc nennt, hatte das offene Wiki angelegt, damit möglichst viele Leute gemeinsam Textstellen vergleichen können. Das Wiki funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie das Online-Lexikon Wikipedia, jeder kann mitschreiben und bestehende Einträge verändern. „Guttenplag“ wird schon nach wenigen Stunden gelesen und gefüllt, die Nutzer jedoch wollen anonym bleiben, aus verschiedenen Gründen; einer davon ist, dass sie keinen institutionellen Schutz genießen. Ein anderer, dass in ihrer Gruppe die Identität keine Rolle spielen soll. Jeder soll an seinen Leistungen gemessen werden.

Niemand war bereit, mitzuziehen

Am Vorabend des Treffens im Café, als Goalgetter und andere im „Guttenplag“-Chat über die Einladung zur Grimme-Nominierung beratschlagen und wie sie dort noch anonym bleiben können, schreibt Goalgetter: „Wir können doch mit Basecap und Sonnenbrille kommen.“ Es seien aber nur ein bis zwei Personen eingeladen, entgegnet ihm der Gründer von „Guttenplag“ und schlägt vor, Tim Bartel solle gehen, er ist nur für die Technik des Wikis zuständig, aber hat nichts dagegen, öffentlich aufzutreten. Goalgetter aber plädiert dafür, als Gruppe zu kommen. Doch er wird überstimmt. Später telefoniert der „Guttenplag“-Gründer lange mit Goalgetter. So machen die Chatter es öfter, wenn es im Internet große Diskussionen gab und jemand sich aussprechen will. Goalgetter telefoniert ziemlich oft.

„Man darf nicht immer zur Mehrheit gehören“, sagt er am Tag darauf. „Frei nach Mark Twain: Spätestens, wenn man zur Mehrheit gehört, ist es an der Zeit, seine Position zu überdenken.“ Auch „Vroniplag“ entsteht, als Goalgetter wieder einmal allein ist mit seiner Meinung. PlagDoc will in seinem Wiki nur zu Guttenbergs Arbeit behandelt sehen. Goalgetter aber will einen neuen Fall: Er kennt die Arbeit von Veronica Saß, Edmund Stoibers Tochter, und er wittert ein Plagiat. Doch niemand ist bereit, mitzuziehen. Am 28. März eröffnet Goalgetter deshalb sein eigenes Wiki, „Vroniplag“.

Hier musste Strafe sein

Statt für Konsens sei er in der Community „eher für Spaß“ zuständig, sagt er. Goalgetter, der nach dem Diplom nicht promoviert hat, obwohl „Angebote vorlagen“, und sich selbständig machte, will die Dinge in Gang bringen, lieber einmal stolpern als das Tempo drosseln, lieber etwas wagen und angreifbar sein als untätig und feige. So sieht er es. Er gehört zum harten Kern von „Gutten-“ und „Vroniplag“, zu den fünfzehn, zwanzig Leuten, die Hunderte motiviert haben, mit ihnen nach Plagiaten zu suchen. Doch innerhalb dieser kleinen Gruppe hat er es schwer. Einerseits will er nie klein beigeben, andererseits will er das gemeinsame Projekt nicht aufs Spiel setzen. Dass er so engagiert ist, gefällt den meisten, sein Antrieb jedoch nicht: Goalgetters Wunsch, sich politisch zu äußern und „mehr Druck“ zu machen, teilen viele nicht.

Doch für Goalgetter ist das entscheidend. Er will das System aufdecken, das er hinter den Plagiatsfällen vermutet, ein System der Klüngelei und der Paktiererei zwischen Politik und Wissenschaft, und er verzweifelt an denen, die so etwas hinnehmen. Er empfindet zwar das „ganze Parteiensystem“ als „krank“, gegen zu Guttenberg als Person oder als CSU-Politiker habe er aber nichts gehabt, sagt er. „Ich fand ihn frisch, er kam mir akkurat vor. Ich habe mich - wie die meisten - täuschen lassen.“ Er habe bis Februar nicht einmal gewusst, dass zu Guttenberg einen Doktor habe. Für ihn sei er immer nur der Freiherr gewesen. Doch dann war der Minister öffentlich auf einmal der Betrüger, der seine Netzwerke nutzte, um das ganze Land zu täuschen. Einer, der den Betrug, als er aufgedeckt wurde, nicht einmal zugab. „Wenn jemand sich reumütig zeigt - und das hat zu Guttenberg nicht gemacht - bin ich der letzte Mensch, der nicht sagt: Okay, begnadigt.“ Doch hier, fand Goalgetter, musste die Strafe sein.

Nicht bestimmen, sondern überzeugen

Nach drei Stunden im Café findet Goalgetter ein Bild für das, was sie im Wiki machen. „Wir sind die Ärzte der Gesellschaft. Wir sehen die Fehler im kranken System, die müssen wir aufdecken, damit die Gesellschaft eine bessere wird.“ Politiker seien in diesem Bild gewissermaßen die Krankheitserreger. Er sagt „wir“, aber er weiß auch, dass ihm nicht viele aus dem engsten Wiki-Kreis zustimmen würden. Goalgetter will Anerkennung für seinen Einsatz, er will eine Urkunde vom Grimme-Institut und einen Massenauftritt der „Guttenplager“ dort, er will Artikel in den Medien, einen Rücktritt nach dem nächsten, und zwar schnell, und deshalb will er weitermachen. Der Mittwoch, an dem so viel passierte, ist für ihn nur eine Station.

In den vergangenen Monaten war über die Plagiatesucher aus dem Internet oft zu lesen, dass sie ein Schwarm seien, doch in einem Schwarm sind alle gleich und wollen in dieselbe Richtung. Dabei sind sich „Vroniplag“-Gründer Goalgetter, „Guttenplag“-Gründer PlagDoc und viele andere aus dem Kernteam der beiden Wikis nur einig, dass sie kein Schwarm sind. Das war bei „Guttenplag“ so und ist es bei „Vroniplag“ erst recht. Da gibt es einerseits jemanden wie Goalgetter, und dann gibt es andererseits marcusb und KayH.

Den Kontakt zu ihnen stellt Goalgetter her, und das zeigt, was auch in den Chats und in den Gesprächen mit allen dreien deutlich wird: marcusb und KayH sind in sehr vielen Fragen des Wikis anderer Meinung als Goalgetter, sie kritisieren ihn hart und ärgern sich oft über ihn, umgekehrt ist es nicht anders. Aber sie respektieren einander. Goalgetter lobt die Intelligenz der beiden, sie loben seine Einsatzbereitschaft, und was sie in Gesprächen übereinander sagen, schreiben sie sich im Chat auch direkt. Seit drei Monaten arbeiten sie gemeinsam gegen die Plagiateure, und als Goalgetter „Vroniplag“ gründete, machte er marcusb und KayH zu Administratoren. Sie haben dort die gleichen Rechte wie er. Goalgetter will nicht bestimmen, er will überzeugen, und er weiß, dass er zum Weitermachen Verbündete braucht.

„Darf ich mal anfassen?“

marcusb und KayH haben Goalgetter noch nie persönlich getroffen. Sie kennen ihn nur aus dem Chat, aus Mails, vom Telefon, und obwohl marcusb und KayH nicht besonders weit voneinander entfernt wohnen, treffen auch sie sich vor sechs Tagen zum ersten Mal, um mit uns über „Vroniplag“ zu reden. In einer Stadt ein paar hundert Kilometer entfernt von Goalgetter serviert KayH Croissants, Kaffee und Cola. Es ist ein warmer Tag, doch weil sich im Garten nebenan der Nachbar sonnt, schlägt KayH vor, erst einmal drinnen zu bleiben, anstatt sich auf der Terrasse zu unterhalten. Auch er will in der Zeitung lieber mit seinem Chat-Pseudonym als mit richtigem Namen erscheinen: In einem Wiki spiele es keine Rolle, wer was mache. „Die Vorstellung, dass wissenschaftliche Glaubwürdigkeit mit Einzelpersonen und Einzelkarrieren zusammenhängt, muss weg“, sagt KayH und klingt dabei nicht trotzig, sondern überzeugt. Die Zeiten haben sich eben geändert - „Guttenplag“ hat sie geändert.

Spricht KayH über „Gutten-“ und „Vroniplag“, so spricht er als Wissenschaftler. KayH arbeitete nach dem sprachwissenschaftlichen Studium an der Universität, er hatte eineinhalb Jahre eine Promotionsstelle und gründete gleichzeitig eine Firma. Als er merkte, dass der Aufbau eines Unternehmens und der Aufwand für eine Doktorarbeit nicht vereinbar waren, kündigte er an der Uni. Zu Hause hat er eine große Bibliothek und kann davon schwärmen, wie schön es ist, Bücher in der Hand zu halten. Dann lächelt marcusb, der ihm gegenüber sitzt, freundlich und ein bisschen verständnislos. Er liest alles, was er wissen muss, am Computer. Als KayH zu Guttenbergs Doktorarbeit auf den großen Tisch legt, fragt marcusb fast ehrfürchtig: „Darf ich mal anfassen?“ Er kannte bisher nur die digitalen Versionen.

Die wichtigste Ressource der Welt

marcusb, der sein Diplom in Mathematik gemacht hat und als Softwareentwickler arbeitet, ist Anonymität nicht so wichtig. Er hat vor seinem Hackerclub schon einen öffentlichen Vortrag über die Arbeit an „Guttenplag“ gehalten, unter seinem richtigen Namen, den er im „Guttenplag“-Chat mit seinem Pseudonym nur abkürzt. Wer marcusb identifizieren will, schafft das schnell. Aber seit Mittwoch seien wieder ein paar Nervensägen unterwegs, mailt marcusb am Donnerstag und zieht es vor, in der Zeitung lieber mit seinem Pseudonym zu stehen.

marcusb nennt diejenigen Leute Nervensägen, die Autoren von „Gutten-“ und „Vroniplag“ als „Denunzianten“ oder „digitale Blockwarte“ beschimpfen, ihnen manchmal gar Drohmails schicken. Diese Leute haben aus Sicht von marcusb und KayH nichts verstanden. Es sei nichts Denunziatorisches daran, sich mit einem publizierten wissenschaftlichen Text öffentlich auseinanderzusetzen, sagt KayH. Er und marcusb halten die Wissenschaft für die wichtigste Ressource der Welt, und wenn jemand damit nicht verantwortungsvoll umgehe, können sie das nicht als „Schummelei“ abtun. Aus diesem Grund ist es gleichzeitig ihre größte Sorge, jemandem Unrecht zu tun durch voreilig ausgesprochene Verdächtigungen. Also gehen sie besonders gründlich vor.

Sich zu brüsten ist nicht seine Art

KayH und marcusb sind auch deshalb auf „Vroniplag“ aktiv, um die wissenschaftliche Qualität zu sichern, die sie auf „Guttenplag“ bieten konnten. Als marcusb am Rosenmontag der Verdacht kommt, dass zu Guttenberg sogar von seinem Doktorvater Peter Häberle abgeschrieben haben könnte, digitalisiert er am Dienstag dessen Buch und prüft alle 1200 Fußnoten. Bis tief in die Nacht sitzt er daran, bis er ganz sicher ist, und als am Mittwoch die Medien über das berichten, was marcusb „Guttenbergs Gießkanne“ nennt, starrt er trotzdem den ganzen Tag auf den Computer und lädt die Seiten immer wieder neu, in der Angst, er könne etwas übersehen haben. „Wenn ich Häberle schon diesen Schicksalsschlag antue“, sagt marcusb, „muss auch alles seine Richtigkeit haben.“ Doch er hat exakt gearbeitet.

Marcusb ist jemand, der sich darüber ärgert, wie die Fahrkartenautomaten der Bahn programmiert sind, weil er weiß, wie es besser ginge. Sein Lieblingswitz lautet „Wie erkennt man ein Plagiat? Man muss es bloß lesen“, und das ist aus Sicht von marcusb nicht einmal ein Witz. Während KayH sich für seine „Gutten-“ und „Vroniplag“-Recherchen mehr als hundert - meist antiquarische - Bücher kauft und sie durcharbeitet, digitalisiert marcusb, nebenbei Filme schauend, die Arbeiten, die er aus der Bücherei geliehen hat, liest sie in Windeseile, vergleicht sie mit Hilfe von Software und findet sofort Plagiate; sein gutes Gedächtnis hilft ihm, Plagiate zu entdecken, die der Software entgehen. marcusb erzählt so bescheiden wie möglich davon. Sich zu brüsten ist nicht seine Art, dass er und KayH sich zeitweise ablösten auf Platz eins der aktivsten „Guttenplag“-Nutzer, muss man ihnen geradezu entlocken.

Eine Diskurssimulation

Für die Redlichkeit in der Wissenschaft, die ihnen beiden heilig ist, haben sie wochenlang die Nächte durchgearbeitet, 1800 dienstliche Mails lässt KayH während seiner Arbeit an zu Guttenbergs Dissertation unbeantwortet. Spätestens nach dem Satz Angela Merkels, sie habe zu Guttenberg nicht als wissenschaftlichen Assistenten eingestellt, ist die Vorstellung, der Minister könnte mit dem Plagiat durchkommen, für KayH unerträglich. „Das war ein Schlüsselerlebnis für viele von uns“, sagt er. Der Betrug bagatellisiert, die Wissenschaft geschändet - das halten sie nicht aus. KayH kann sich in Rage reden über die Dreistigkeit der Plagiateure. „Das ist so frech!“, ruft er dann und zieht ein vergilbtes Buch aus dem Stapel auf dem Tisch, um zu zeigen, wie schon 1926 aus einem Buch von 1910 abgeschrieben und dieses Plagiat wiederum von Koch-Mehrin plagiiert wurde.

Auch an diesem Fall hat KayH mitgearbeitet. Was er gefunden hat, nennt er eine „Diskurssimulation“. Rein formal wende Koch-Mehrin zwar Zitationstechniken an, doch der Diskurs sei vorgetäuscht. Das sei in einer Art und Weise verwerflich, die für jemanden wie ihn nicht auszuhalten sei. Sogar Mitarbeiter des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags hätten sich an die Plagiatssammler gewandt, sagt KayH, auch sie ertrügen es nicht, wie zu Guttenberg mit der Wissenschaft umgegangen sei. Der Hinweis auf den Fall Saß kam im „Guttenplag“-Chat von einer Konstanzer IP-Nummer - vermutlich von jemandem aus der Verwaltung der Universität.

Weitere Fälle sind in Arbeit

Wie es nun weitergehen soll, wissen KayH und marcusb noch nicht. Fest steht, dass sie wieder arbeiten müssen und nicht mehr so viel Zeit in „Vroniplag“ investieren können, wie sie es bei „Guttenplag“ getan haben. Dass Plagiatssoftware allein hilft, bezweifeln beide, aber etwas Grundlegendes scheint sich durch ihre Arbeit verändert zu haben. marcusb holt ein internes Protokoll der Senatssitzung der Universität Konstanz vom 20. April heraus, das „Vroniplag“ zugespielt wurde. Unter TOP 6 wird über den Fall Saß diskutiert und unter anderem gefordert, „bei Dissertationen von zweifelhafter Qualität zukünftig ,kein Auge mehr zuzudrücken'“.

marcusb wünscht sich breit angelegte Stichproben von Arbeiten durch die Universitäten. KayH hält eine Open-Access-Publikationspflicht für richtig; alle Arbeiten müssten frei zugänglich sein. Beide wollen weiter gegen das Misstrauen kämpfen, mit dem manche „Gutten-“ und „Vroniplag“ begegnen. „Ich habe keinen Bock mehr auf FDP- und CDU-Typen“, sagt KayH, „ich will den Vorwurf ausräumen, es ginge uns nur um die.“ Im Chat wurde schon gescherzt, man brauche endlich einmal einen SPD-Mann aus dem Norden.

Goalgetter aber hat andere Pläne. Er möchte, dass der baden-württembergische CDU-Landtagsabgeordnete Matthias Pröfrock zurücktritt, dessen Doktorarbeit derzeit nach einem Hinweis von „Vroniplag“ von der Universität Tübingen geprüft wird. Weitere Fälle, sagt er am Telefon, seien schon in Arbeit.

Quelle: F.A.Z.
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