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FAZ plus ArtikelSchulmädchen-Report

Was wollen junge Frauen wirklich?

Von Emeli Glaser
 - 14:15
Der Teddy ist wir alle: Szenenbild aus „Schulmädchen-Report XI“

Das sind wir: die Mädchen von heute. Wir sind neugierig und wir sind ehrlich zu uns – dort wo ihr, die Erwachsenen, zu viel gelogen habt“, sagt eine helle Off-Stimme. Dazu düsen Halbstarke im VW-Käfer auf das Münchener Siegestor zu. Der revolutionäre Geist der Jugendbewegung scheint 1970 auch die Kinos der spießigen Mehrheitsgesellschaft erreicht zu haben. Deutschland sollte endlich erfahren, was junge Frauen zu sagen haben. So das Versprechen von Ernst Hofbauers „Schulmädchen-Report: Was Eltern nicht für möglich halten“. Nur ist gerade dieses Versprechen die eigentliche Lüge.

„Kult“ wurde der Schulmädchen-Report, weil er eine völlig andere Revolution bezweckte: unbehelligt so viele nackte Brüste wie möglich auf der großen Leinwand unterzubringen. Es war der Geniestreich, Pornographie als Aufklärungskino zu verkaufen: „Woke Marketing“, bevor es das Konzept gab.

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Quelle: F.A.Z.
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