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Wir Kinder vom Bahnhof Zoom

Von Miloš Vec
02.07.2021
, 17:48
Die Trostlosigkeit des Studierens in Zeiten der Pandemie: eine Vorlesung an der Goethe-Universität in Frankfurt.
Die digitale Verwahrlosung schreitet voran, und nicht nur die Didaktik an den Universitäten bleibt auf der Strecke: Erfahrungen eines Lehrenden nach drei Semestern im virtuellen Nirgendwo.
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Nach drei Semestern Online-Universität herrscht eine romantische Sehnsucht nach Rückkehr zur Präsenz. Viele Studierende und Lehrende vermissen die Interaktion, das Informelle, die Zwischentöne, die persönliche Ansprache. Die Studierenden sind der scheppernden Erzählungen aus kleinen Notebook-Lautsprechern und der schwarzen Kacheln überdrüssig. Den Lehrenden fehlen in der lustlosen Halbanwesenheit digitaler Lehre neugierige Gesichter und authentische Verständnisfragen zum Stoff. Zweifellos sind wir alle overzoomed und unterfragt.

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Aber die Aussichten auf Präsenzformate stehen schlecht. Der Hochsommer hat angefangen, die Impfungen schreiten voran, die Semesterferien liegen vor uns. Es ist allerdings schon klar, dass auch das kommende Wintersemester 2021/22 massiv von sogenannter Fernlehre geprägt sein wird. Sicherheitsabstand ist Trumpf, das aufgeklappte Notebook wichtigster Unterrichtspartner. Was bedeutet das für Universität, Lehrende und Studierende?

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Miloš Vec lehrt europäische Rechts- und Verfassungsgeschichte an der Universität Wien.

Quelle: F.A.Z.
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