Wichtige Frist

Wissenswertes zur Steuererklärung

Von Christoph Scherbaum
06.07.2022
, 12:13
Es kommt der Mai – die Steuererklärung steht wieder an
Die Frist läuft langsam ab: Wer eine Steuererklärung für das Jahr 2021 abgeben muss, sollte sich langsam mit seinen Belegen und Dokumenten auseinandersetzen. Aber wer muss seine Unterlagen überhaupt ans Finanzamt schicken? Und welche Ausnahmen gibt es? Wir geben einen Überblick.
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Gleich zu Beginn die gute Nachricht: Der alljährliche Termin, der viele Menschen Nerven und Zeit kostet, ist dieses Jahr nach hinten verschoben – die Abgabe der Steuererklärung für das vorausgegangene Jahr. Für das Jahr 2021 muss die Steuererklärung offiziell bis zum 31. Oktober 2022 abgegeben werden, und nicht am 31. Juli 2022.

Wer muss aber eigentlich eine Steuererklärung abgeben? In Deutschland muss jeder Arbeitnehmer unter anderem dann eine Einkommensteuererklärung abgeben, wenn einer der folgenden Punkte zutrifft: Man war im Steuerjahr 2021 bei mehreren Arbeitgebern gleichzeitig beschäftigt. Oder es gab sogenannte unversteuerte Einkünfte über 410 Euro aus Renten oder Mieten wie auch Honoraren. Ebenso ist eine Erklärung abzugeben, wenn auf der Lohnsteuerkarte ein Freibetrag eingetragen war und der Arbeitslohn mehr als 9744 Euro beziehungsweise gemeinsam mit dem Ehegatten mehr als 19.984 Euro im Jahr betrug.

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Wer Lohnersatzleistungen erhält, muss Steuererklärung abgeben

Ein weiterer Abgabegrund ist, wenn man mit dem berufstätigen Ehepartner zusammen veranlagt ist und einer von beiden nach Steuerklasse V oder VI besteuert wurde oder beide für die Steuerklassenkombination IV/IV das sogenannte Faktor-Verfahren gewählt haben. Um eine Abgabe der Steuererklärung kommen zudem Eltern, Kurzarbeiter oder Arbeitslose nicht umhin. Denn sie haben normalerweise Lohnersatzleistungen von mehr als 410 Euro wie Elterngeld, Kurzarbeitergeld oder Arbeitslosengeld bezogen.

Die besagte Frist zum 31. Oktober 2022 gilt aber nicht für jeden. Wer eine Steuererklärung für das Jahr 2021 abzugeben hat und plant, diese selbst anzufertigen, für den gilt das Abgabedatum. Wer aber einen Steuerberater oder einen Lohnsteuerhilfeverein für seine Daten hinzuzieht, hat wegen des Coronajahres 2021 Zeit mit der Abgabe bis zum 31. August 2023. Schon für das Steuerjahr 2020 hatte diese Ausnahmeregel der verlängerten Frist gegolten. Das gilt für Angestellte wie auch für Selbständige.

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Belege müssen nicht mehr ans Finanzamt geschickt werden

Schon seit der Steuererklärung für das Jahr 2017 müssen im Regelfall keine Belege mehr an das Finanzamt geschickt werden. Es gilt die sogenannte Belegvorhaltepflicht – mit wenigen Ausnahmen. Das bedeutet aber keineswegs, dass die Belege nicht vorhanden sein müssen. Denn fordert das Finanzamt die Nachweise ausdrücklich an, müssen sie vorgelegt werden. Dazu gehören Handwerkerrechnungen, Kontoauszüge und Nachweise zu haushaltsnahen Dienstleistungen.

Fristen für die Steuererklärung sollten beachtet werden

Bereits für die Steuererklärung 2020 mussten Steuerpflichtige die Daten online an das Finanzamt übertragen. Die Zeiten des ElsterFormulars sind endgültig vorbei, die Übertragung erfolgt mittels der Internetseite elster.de

Die verlängerten Fristen sollte ein Steuerpflichtiger einhalten, sonst drohen unter anderem Verspätungszuschläge. Darüber hinaus können noch härtere Strafen folgen – das sogenannte Zwangsgeld, eine Steuerschätzung und Verspätungszinsen. So kann seitens des Finanzamtes ein Verspätungszuschlag erhoben werden, wenn die Steuererklärung innerhalb von 14 Monaten nach Ablauf des Steuerjahres nicht abgegeben wurde. Der automatische Verspätungszuschlag beträgt dann 0,25 Prozent der festgesetzten Steuer, aber mindestens 25 Euro pro angefangenem Monat.

Quelle: FAZ.NET
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