Geldanlage

Kauft mehr Aktien

EIN KOMMENTAR Von Inken Schönauer
16.09.2021
, 11:01
Die Aktienmärkte bieten Renditechancen: Es gilt, sie zu nutzen.
Die Aktienkultur in Deutschland ist ein Trauerspiel. Das muss sich ändern. Denn es handelt sich um ein renditeträchtiges Investment.

Deutschland ist traditionell ein Land von Aktienskeptikern, die nur schwer davon zu überzeugen sind, dass die Aktienanlage ein unumgängliches Instrument zum Vermögensaufbau und zur Rentensicherung ist. Die Skepsis aber bröckelt, die Gruppe bewegt sich. Die Studie von Pro Aktie ist dafür ein weiteres Indiz. Immer mehr Menschen interessieren sich für Aktien.

Der Flop mit der einst als Volksaktie angepriesenen Telekom-Aktie, die geplatzten Träume der Dotcomblase in den 2000er-Jahren oder die Leiden rund um den Wirecard-Skandal waren der Aktienkultur alles andere als zuträglich. Es wächst aber eine neue Generation von Anlegern heran, für die die Vorstellung von echten Menschen in einem Börsenhandelssaal der Frankfurter Börse völlig abwegig erscheint. Sie sind auf Plattformen aktiv und setzen ihre Order auf dem Smartphone ab. Günstig und schnell. Das ist gut so.

Wenn die vielen Diskussionen mit Kanzlerkandidaten zu Hauptsendezeiten im Fernsehen irgendeine Erkenntnis gebracht haben, dann diese: Die Rente ist nicht sicher. Niemand kann heute verlässlich sagen, wie lange künftige Generationen arbeiten müssen. Niemand weiß, wie das Konzept aussehen soll, bei dem immer weniger Junge immer mehr Alten den Ruhestand finanzieren müssen. Sicher ist nur dies: Über den Zeitraum von vielen Jahren sind Aktien eine renditeträchtige Anlage. Aktienkurse bewegen sich: nach oben.

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Schönauer, Inken
Inken Schönauer
Redakteurin in der Wirtschaft, verantwortlich für den Finanzmarkt.
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