Aktienmarkt

Deutsche Bank: Dax am Jahresende bei 4.400 Punkten

07.10.2004
, 08:58
Der Dax ist derzeit aus Sicht der Deutschen Bank so günstig bewertet wie es bisher nur ganz selten der Fall war. Diese Annahme läßt die dortigen Analysten auf einen Dax-Endstand von 4.400 Punkten hoffen.
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Nach einer monatelangen einschläfernden Seitwärtsbewegung ist dem Dax zuletzt zumindest wieder der Sprung über die auch psychologisch wichtige Marke von 4.000 Punkten gelungen. Und wenn es nach der Deutschen Bank geht, dann war das erst der Auftakt für weitere Kursgewinne.

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Der dortige Aktien-Stratege Bernd Meyer sieht den Dax am Jahresende jedenfalls bei rund 4.400 Punkten und Mitte 2005 hält er dann sogar ein Niveau von 4.600 Punkten für möglich. Seine Zuversicht basiert vor allem auf Bewertungsüberlegungen. Demnach deuteten verschiedene Berechnungsmethoden auf eine so niedrige Bewertung beim Dax hin, wobei dieses Urteil sowohl im eigenen historischen Vergleich als auch gemessen mit den aktuell gültigen Bewerungen an anderen Aktienmärkten gelte.

Historisch tiefe Bewertung

So beziffert Meyer das Kurs-Gewinn-Verhältnis für den Dax auf Basis der für die nächsten zwölf Monate geschätzten Gewinne auf 12,5. „Das ist ein Niveau, wie wir es in den vergangenen 15 Jahren selten gesehen haben“, stellt Meyer fest. Selbst das KGV von 15,8 auf Basis der aktuellen Gewinne sei das tiefste Niveau seit Januar 1993. Sollte es dem Dax gelingen, zum durchschnittlichen Bewertungsniveau der Jahre 1990 bis 2003 zurückzukehren, würde dies einen Dax-Stand zwischen 4.640 und 5.230 Punkten bedeuten.

Bei der Deutschen Bank ist man mit Blick auf die Aussichten an den Aktienmärkten ohnehin relativ zuversichtlich gestimmt. Dem deutschen Aktienmarkt wird im Zuge allgemein steigender europäischer Börsen eine bessere Entwicklung zugetraut. Dafür spreche der zyklische Charakter des hiesigen Marktes sowie seine typischerweise meistens überproportional starken Kursausschläge im Vergleich zu anderen Börsen. Anders als zuletzt, als sich diese Eigenschaften als Nachteil erwiesen, sollte sie sich im Falle eines Kursaufschwungs als Vorteil entpuppen.

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Jüngstes Kursverhalten macht Mut

Wichtig für das Eintreffen der eigenen Prognose sei aber ein sinkender Ölpreis und eine anhaltend robuste Weltwirtschaft. Beides werde aber von den hauseigenen Volkswirten vorhergesagt. Von der deutschen Konjunktur erhofft man sich dabei aber keinen großen Rückenwind. Doch zum Glück hätten sich die großen deutschen börsennotierten Unternehmen zunehmend von der Konjunktur im Inland abgekoppelt.

Zu einem ähnlichen Urteil wie die Deutsche Bank mit Blick auf den deutschen Aktienmarkt kommen übrigens auch die erfolgreich agierenden Fondsmanager des FPM Funds Stockpickers Germany. Sie attestieren ebenfalls eine sehr niedrige Bewertung und erachten es als bemerkenswertes und ermutigendes Zeichen, wie gut sich der Markt von den
gebetsmühlenartig vorgetragenen Negativargumenten lösen konnte und sich auch vom hohen Ölpreis relativ unbeeindruckt zeigte.

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Quelle: @JüB
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