Öl-Ausrüster

Aktie von Schoeller-Bleckmann hält bisher ihren Trend

19.08.2005
, 14:02
Die Aktie von Schoeller-Bleckmann konnte in den vergangenen Jahren deutliche Kursgewinne verbuchen. Das Unternehmen profitiert vom Ölboom. Das Papier befindet sich in einem Trend nach oben, ist allerdings nicht gerade günstig.

Kursgewinne satt konnten in den vergangenen zwei Jahren die Aktionäre der im Wiener ATX notierten Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG (SBO) verbuchen. Das Papier etablierte nach einem Zwischentief bei 6,25 Euro im Dezember des Jahres 2002 einen Aufwärtstrend und legte inzwischen 284 Prozent zu auf zuletzt 24 Euro

Damit liegt das Papier nur knapp unter seinem noch im Juli erreichten Allzeithoch von knapp 25 Euro. Der Trend zeigt weiterhin nach oben, allerdings scheint die Bewertung mit Kurs-Gewinnverhältnissen von 21,15 und knapp 18 auf Basis der Gewinnschätzungen für das laufende und das kommende Jahr nicht ausgesprochen günstig zu sein.

Unternehmen profitiert vom anhaltenden Ölboom

Das Unternehmen profitiert offensichtlich vom anhaltenden Ölboom. Das zeigt sich unter anderem an der Entwicklung des Ergebnis in der ersten Hälfte des laufenden Jahres. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) erhöhte sich auf 10,6 Millionen Euro und lag damit um 59 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres. Der Umsatz stieg um zehn Prozent auf 79,1 Millionen Euro.

Auch die Auftragslage hat sich verbessert. So konnte der Auftragseingang um 22 Prozent auf 103,9 Millionen Euro gesteigert werden. Der Auftragsstand per Ende Juni 2005 lag mit 61,7 Millionen Euro deutlich über dem Vergleichswert des Jahres 2004 von 45 Millionen Euro.

„Wie erwartet investieren die internationalen Ölgesellschaften angesichts der anhaltend starken Rohölnachfrage verstärkt in die Erschließung neuer Ölquellen. Von diesem positiven Marktumfeld konnte SBO optimal profitieren“, kommentierte Gerald Grohmann, Vorstandsvorsitzender der Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG, das Halbjahres-Ergebnis. „Die gute Nachfrage betraf alle Segmente und alle Produktionsstandorte, ganz besonders aber auch die Bohrmotorensparte BICO. Der vor einigen Monaten am Markt neu eingeführte Bohrmotor „Spiro Star“ stieß auf sehr gute Marktresonanz.

Konzernergebnis plus 71 Prozent

Das Konzernergebnis der ersten sechs Monate lag mit 7,5 Millionen Euro um 71 Prozent über dem Vergleichswert von 2004. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,52 Euro, berechnet auf die nach der Kapitalerhöhung 2005 erhöhte Aktienanzahl von durchschnittlich 14,5 Millionen Stück.

Die im März 2005 erfolgreich abgeschlossene Kapitalerhöhung erbrachte einen Nettozufluß in Höhe von 51,8 Millionen Euro. Dadurch verbesserte sich die Eigenkapitalquote auf nunmehr 62 Prozent. Ein Teil der Mittel aus der Kapitalerhöhung wurde zuletzt zur Rückführung kurzfristiger Verbindlichkeiten sowie für Investitionsfinanzierungen verwendet. Der Großteil ist für das strategische Investitionsprogramm im Umfang von insgesamt rund 100 Millionen Euro im Bereich Oilfield Equipment vorgesehen, das bis 2007 abgeschlossen sein wird. Die Investitionstätigkeit soll im zweiten Halbjahr 2005 weiter intensiviert werden.

Mit Blick auf das zweite Halbjahr rechnet das Unternehmen bei Weiterbestehen des aktuellen Marktumfeldes mit einer anhaltend starken Auftragslage. Der aktuell hohe Auftragsstand bilde die Basis für eine anhaltend gute Entwicklung. Ein Teil des Auftragsstandes sei von den Kunden bereits für das Jahr 2006 geordert worden.

Das sind insgesamt keine schlechten Nachrichten. Sie dürften der Aktie in einem anhaltenden freundlichen Börsenklima Rückenwind geben. Allerdings könnten Absicherungsstrategien aufgrund der Bewertung nicht überzogen sein.

Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.

Quelle: @cri
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot