Apple vor Saudi-Aramco

Das sind jetzt die wertvollsten Unternehmen der Welt

Von Markus Frühauf
Aktualisiert am 05.08.2020
 - 11:44
Neuer Apple-Store in Bangkok
Seit ihrem Börsengang war lange Zeit der staatliche saudische Ölkonzern das teuerste Unternehmen auf dem Planeten. Das hat sich nun wieder geändert – klar ist, was dominiert.

Die Aktien von Apple haben trotz der Corona-Krise in diesem Jahr schon fast 50 Prozent an Wert gewonnen. Ihren jüngsten Rekordlauf haben sie nun mit dem Titel des teuersten börsennotierten Unternehmens der Welt gekrönt. Der Börsenwert des iPhone-Herstellers liegt jetzt mit knapp 1,9 Billionen Dollar vor der saudi-arabischen Ölgesellschaft Saudi-Aramco, die auf eine Marktkapitalisierung von fast 1,8 Billionen Dollar kommt.

Die Rekord-Rally der Apple-Aktie hatte in den vergangenen Tagen noch mal mit einem Plus von gut 14 Prozent deutlich an Fahrt aufgenommen, nachdem der Konzern in der Vorwoche überraschend gute Quartalszahlen gemeldet hatte. Das Unternehmen zeigt sich aktuell immun gegen die Corona-Krise. Unter anderem das iPhone-Geschäft lief deutlich besser als von vielen Marktbeobachtern erwartet.

Amerikas Tech-Konzerne Spitzenreiter

Apple profitiert von den jüngsten Entwicklungen im Technologiesektor. Die Pandemie hat die Marktpositionen der größten Branchenunternehmens der Welt gestärkt, die starke Bilanzen aufweisen und dank der beschleunigten Hinwendung zu digitalen Dienstleistungen schnell wachsen.

So liegen auf den Plätzen drei bis sechs der wertvollsten Aktiengesellschaften vier amerikanische Technologiewerte: Microsoft mit 1,6 Billionen Dollar, Amazon mit 1,5 Billionen Dollar, der Google-Konzern Alphabet mit 999 Milliarden Dollar und Facebook mit 712 Milliarden Dollar.

Der Aktienkurs von Amazon ist im laufenden Jahr um 69 Prozent gestiegen, der von Microsoft um 35 Prozent. Der Anteilsschein des chinesischen Technologiekonzerns Tencent kann mit einem Kursplus von 49 Prozent mithalten. Dagegen haben die Titel von Saudi-Aramco 6 Prozent an Wert eingebüßt. Der globale Konjunktureinbruch wegen der Corona-Pandemie drückt die Nachfrage und die Öl-Preise.

Von seiner staatlichen Ölgesellschaft hat Saudi-Arabien im Dezember 2019 nur einen Anteil von rund 1,5 Prozent an der Börse in Riad plaziert. Bei Apple sind es 95 Prozent und bei Microsoft fast 99 Prozent.

Quelle: FAZ.NET
Autorenporträt / Frühauf, Markus
Markus Frühauf
Redakteur in der Wirtschaft.
Twitter
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot