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Dax verliert zum Wochenende

Auch Rohstoffbörsen reagieren auf Corona-Krise

Aktualisiert am 27.03.2020
 - 17:58
Konzentriert: Börsenhändlerin in Frankfurt
Der deutsche Aktienmarkt schloss nach einer insgesamt starken Woche am Freitag deutlich im Minus. An den internationalen Rohstoffmärkten machte sich die Krise ebenfalls bemerkbar, was sich an den Preisen für Getreide und Orangensaft zeigte.

Der Aktienindex Dax ging am Freitag mit einem deutlichen Minus von mehr als 3,6 Prozent und 9632 Punkten aus dem Handel. Grund war die wachsende Verunsicherung angesichts der Corona-Krise.

Die Marktteilnehmer seien weiter sehr nervös, sagte Andreas Lipkow von der Comdirect Bank. In den Vereinigten Staaten und damit in der größten Volkswirtschaft der Welt befinde sich die Coronavirus-Pandemie noch in der Beschleunigungsphase und führe zu hohen Infektionszahlen. Die schwache Wall Street spiegele dies wider und diesem Trend könne sich auch der deutsche Finanzmarkt nicht entziehen.

Derweil steigt die Zahl der Toten in Italien immer noch deutlich und der britische Premierminister Boris Johnson hat sich ebenfalls angesteckt, was die britische Börse einbrechen ließ.

Auf Wochensicht steht für den Dax jedoch ein Plus von knapp 7,9 Prozent zu Buche. Auf Wochenbasis besonders stark entwickelten sich die Aktien von Sixt mit einem Plus von fast 30 Prozent, gefolgt von Thyssen-Krupp und dem Veranstaltungsdienstleister CTS Eventim.

Sixt VZ

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Die Rohstoffmärkte sind ebenfalls von der Krise betroffen. So stiegen die Börsenpreise für Getreide, weil Russland Exportbeschränkungen für Weizen, Roggen, Mais und Gerste ankündigte. „Es ist eine symbolische Geste, aber eine beunruhigende“, sagte ein europäischer Händler. „Ist dies ein erster Schritt zur Reduzierung der Exporte, um Russlands eigene Lebensmittelversorgung inmitten der Corona-Krise zu erhalten? Das ist die Sorge.“ Die Preise für Weizen zogen an den europäischen Börsen bereits an. Russland exportierte von Juli-Dezember 2019 rund 25,2 Millionen Tonnen Weizen, Roggen, Gerste und Mais.

Die Corona-Krise treibt ebenfalls den Preis für Orangensaft an den Rohstoffbörsen in die Höhe. In New York stieg der Preis für ein Pfund (0,454 Kilogramm) Orangensaft binnen fünf Tagen um 20 Prozent auf 1,22 Euro am Donnerstag – ein Niveau, das zuletzt vor einem Jahr erreicht worden war. Orangensaft sei derzeit „einer der größten Gewinner an den Märkten“, erklärte Stephen Innes von AxiCorp. Grund für die stark gestiegene Nachfrage sei dessen Eigenschaft, das Immunsystem anzuregen.

DAX ®

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Eine derartige Kursentwicklung sei „nicht selten während Grippeepidemien, da die Verbraucher nach gesünderen Getränken verlangen“, sagte François Sonneville, Experte bei der Rabobank, der Nachrichtenagentur AFP.

Neben der gestiegenen Nachfrage tragen aber auch Probleme auf der Angebotsseite zum Kursanstieg bei. „Da die meisten Flugzeuge am Boden bleiben, wird es schwierig, die Orangen und das Konzentrat zu befördern“, erklärte Innes weiter. Gleichzeitig erschwerten Ausgangssperren und das empfohlene Abstandhalten die Ernte der Früchte.

Der mit Abstand größte Orangensaftproduzent der Welt ist nach Angaben der Rabobank Brasilien. Von dort kommt ein Großteil der Lieferungen nach Europa, auch wenn einige Orangensaftprodukte höherer Qualität beispielsweise aus Spanien stammen. Dank hoher Lagervorräte in Brasilien wird Orangensaft laut Sonneville aber nicht knapp werden.

Quelle: mfe./AFP/dpa
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