FAZ plus ArtikelRelevanz von Barwerten

Vielleicht sind Sie Millionär

Von Volker Looman
16.02.2021
, 06:33
Hohe Geldbeträge lösen bei vielen Menschen ein gewisses Kopfschütteln aus. Wer eine ehrliche Vermögensbilanz zieht, kann jedoch positiv überrascht werden. Unser Finanzexperte hilft bei dem Ausflug in die höhere Mathematik.

Einkommen, Renten und Konsum sind für die meisten Privatleute keine Geldverträge. Folglich werden diese Positionen bei der Gestaltung des Vermögens auch nicht berücksichtigt. Die heutigen Werte künftiger Einnahmen und Ausgaben, in der Finanzmathematik kurz Barwerte genannt, sind aber die Grundlage jeder Vermögensbilanz. Wenn die Zahlungen unter den Tisch fallen, sind Fehler bei der Gestaltung des Vermögens die logische Folge. Außerdem können die fehlenden Barwerte auch Ängste und Sorgen auslösen, die in vielen Fällen unnötig sind wie ein Kropf.

Wer beispielsweise 65 Jahre alt ist und lebenslang 3000 Euro pro Monat bekommen wird, besitzt einen Gegenwert von etwa 637.000 Euro. Das Geld liegt nicht auf dem Konto, doch weil die Zahlungen jeden Monat kommen, spielt der Betrag für die Gestaltung des Privatvermögens eine wichtige Rolle. Hinter den 637.000 Euro verbirgt sich die Kalkulation, dass der Anleger noch 25 Jahre leben wird und die Zahlungen mit 3 Prozent auf die Gegenwart abgezinst werden. Sind außerdem noch ein lastenfreies Eigenheim im Wert von 600.000 Euro und ein Wertpapierdepot von 400.000 Euro vorhanden, kann sich der Anleger drehen und wenden, wie er will: Er ist einskommasechsfacher Millionär!

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