Beispielrechnung Aktienanleihe

18.12.2000
, 22:50
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Die Konditionen:

Das Kölner Bankhaus Oppenheim hat am 12. Februar 2000 eine Aktienanleihe mit einem Zinskupon von 16 Prozent begeben. Fälligkeitstag ist der 30. März 2001. Der Mindesteinsatz beträgt 5.000 Euro, Der tatsächliche Ausgabepreis liegt bei 4.970 Euro, da die Anleihe zu 99,40 Prozent an den Markt kommt. Bezugsgröße, im Fachwort auch Underlying genannt, ist die Aktie der Deutschen Telekom.

Die Rückzahlungsvereinbarung:

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Die Rückzahlung richtet sich nach der Kursentwicklung der Telekom-Aktie am sogenannten Ausübungstag. Der ist auf den 23. März 2001 festgelegt, also genau eine Woche vor der Rückzahlung. Wenn die Aktie am Tag der Ausübung unter 86,21 Euro (dem so genannten Strike Price) notiert, bekommt der Anleiheninhaber zusätzlich zu den festgelegten Zinsen 58 Telekom-Aktien. Liegt der Aktienkurs am Ausübungstag genau bei oder über 86,21 Euro, zahlt ihm die Bank 5.000 Euro.

Fazit: Minusgeschäft bahnt sich an

Der Kauf der Aktienanleihe lohnt sich für den Anleger nur dann, wenn sich der Aktienkurs der Deutschen Telekom am 23. März 2001 zwischen 71,55 Euro und 100,35 bewegt. Notiert die Aktie über 100,35 Euro, wäre die Auszahlung in Aktien das bessere Geschäft. Steht die Deutsche Telekom am Ausübungstag mit ihrem Kurs unterhalb der 71,55 Euro, erzielt der Anleger mit der Aktienanleihe sogar einen Verlust. Bei einem aktuellen Kurs , der gerade einmal der Hälfte dieser unteren Zielmarke entspricht, nicht gerade ein unwahrscheinliches Szenario.

Quelle: @hh
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