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Sogar Borussia Dortmund

Aktienkurse der Super-League-Klubs steigen deutlich

19.04.2021
, 13:26
Ein Mann telefoniert vor dem Stadion des FC Barcelona. Bild: Reuters
Kursgewinne von bis zu 15 Prozent: Die Kurse der börsennotierten Fußballvereine steigen nach der Super-League-Bekanntgabe von zwölf großen europäischen Vereinen deutlich. Die Vereine, die nicht beteiligt sind, büßen dagegen ein.
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Die allermeisten Fußballfans sind außer Sicht, in den Sozialen Medien schlägt den großen Fußballklubs Wut entgegen. Ganz anders die Situation an der Börse: Die Anleger bejubeln die am Montagmorgen offiziell bekanntgegebenen Super-League-Pläne von 12 großen europäischen Fußballvereinen. Die Aktienkurse beteiligter Fußballvereine legten am Montag rasant zu. Klubs, die außen vor sind, geraten an der Börse dagegen unter Druck.

Am stärksten stieg der Aktienkurs von Juventus Turin: Er legte um etwa 15 Prozent zu. Juve-Präsident Andrea Agnelli ist eine treibende Kraft hinter der Super League und einer der beiden Vizepräsidenten. Er war bis Sonntagnacht Vorsitzender der Europäischen Klubvereinigung ECA. Kurz nachdem diese sich gegen die Super-League-Pläne gestellt hatte, trat er von diesem Posten zurück.

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Auch andere Vereine profitierten deutlich. Die Aktie von Manchester United gewann 9 Prozent. Bemerkenswerterweise rissen sich die Anleger auch um die Aktien von Borussia Dortmund, der Kurs stieg um ebenfalls um knapp 9 Prozent. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke bekräftigte am Montag zwar, dass man die Pläne ablehne. Offenbar rechnen die Anleger aber damit, dass der Verein perspektivisch doch dazu stößt und damit finanziell profitiert.

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Dagegen gerieten die Kurse anderer Vereine unter Druck. Die Titel von AS Rom und Olympique Lyon verloren jeweils etwa 1 Prozent.

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Zwölf der größten Vereine des europäischen Herrenfußballs hatten am Montagmorgen offiziell bekanntgegeben, dass sie eine neue Super League gründen wollen. An die Gründungsmitglieder sollen insgesamt 3,5 Milliarden Euro ausgezahlt werden. Würden diese auf die 12 Teams verteilt, könnten diese jeweils mit Einnahmen von 300 Millionen Euro rechnen. Dabei soll es sich um eine Einmalzahlung handeln, die zur „Entwicklung ihrer Infrastruktur und zur Abfederung der Auswirkungen der Covid-Pandemie vorgesehen“ sei, heißt es in der Mitteilung.

Zum Vergleich: Der umsatzstärkste Verein in der Saison 2019/2020 war laut den Wirtschaftsprüfern von Deloitte der FC Barcelona mit 715 Millionen Euro. Aus der TV-Vermarktung verdiente der hochverschuldete Verein demnach 248,5 Millionen Euro, ein Rückgang um etwa 50 Millionen Euro im Vergleich zur Vorsaison.

Quelle: guth.
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