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Die Ratings im Überblick

STANDARD & POOR’S (S&P), MOODY’S, FITCH

Bunt ist die Rating-Welt. Die FAZ.NET-Karte zeigt von Grün bis Rot zu welchen sogenannten Rating-Klassen die Staaten Europas gehören. Dabei richtet sich die Farbe nach dem Durchschnitt des Ratings mehrerer Agenturen.

Erläuterung der Rating-Skalen

In der Rating-Welt gibt es im Grunde zwei bedeutende Notenskalen. Verbreiter ist die von Standrad & Poor’s und Fitch entwickelte Skala mit Großbuchstaben, wobei ein Rating umso besser ist, je weiter vorne im Alphabet der Buchstabe steht und je öfter dieser wieder holt wird (AAA besser als AA besser als BBB). Die Skala reicht von AAA bis D, wobei letztere Note nicht von praktischer Bedeutung ist, da sie einen Ausfall der Verbindlichkeiten bezeichnet und daher automatisch zurückgezogen wird. Praktische Bedeutung hat als schlechteste Note letztlich „CC“. Alle Noten können mit einem Plus und Minus versehen werden. Diese Skala liegt auch vielen von anderen Agenturen genutzten Skalen zugrunde.

Die Skala von Moody’s benutzt große und kleine Buchstaben sowie statt der Zeichen Plus und Minus Ziffern von 1 bis 3. Dabei folgen den Buchstaben A und B keine Buchstaben oder nur ein oder zwei kleine „a“. Die Bedeutung der Zahl der Buchstaben und der ersten Buchstaben ist identisch mit der S&P-/Fitch-Skala.

Die für die einzelnen Rating-Stufen angegebenen Ausfallwahrscheinlichkeiten beziehen sich auf die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls zu dem Zeitpunkt, an dem die Anleihe dieses Rating hat. Es ist damit nicht gemeint, dass eine heute mit „AAA“ bewertete Anleihe bis zum Laufzeitende (fast) nicht ausfallen kann. Eine solche Aussage wäre auch unmöglich. Dies ist der Grund für sich verändernde Ratings.

Drei amerikanische Ratingagenturen im Überblick

Drei Ratingagenturen mit langer Geschichte und amerikanischen Wurzeln beherrschen den weltweiten Markt für die Benotung der Kreditwürdigkeit von Unternehmen und Staaten:

STANDARD & POOR’S (S&P): Der Ratingriese ist Teil des Gemischtwarenladens McGraw-Hill - ein börsennotierter Medienkonzern, der unter anderem Schulbücher verlegt. An McGraw-Hill wiederum sind große Investmentfonds beteiligt sowie Unternehmenschef Harold McGraw. Bis Ende 2012 soll der amerikanische Konzern aufgespalten werden in eine Bildungs- und eine Finanzmarktsparte, zu der dann auch S&P gehört.

MOODY’S: Der härteste Konkurrent von S&P ist selbst börsennotiert. Anteile halten bekannte, eher unauffällige Investmentfonds, aber auch Investoren-Legende Warren Buffett, der mit seiner Firma Berkshire Hathaway auf mehr als zehn Prozent der Moody’s-Anteile kommt. Als S&P Anfang August die Kreditwürdigkeit der Vereinigten Staaten von der Topnote AAA auf AA herabstufte, kritisierte Buffett dies scharf. Moody’s blieb zunächst bei der Top-Note.

FITCH: Die kleinere Nummer drei geht ebenfalls auf einen amerikanischen Gründer zurück, gehört heute aber zu 60 Prozent dem börsennotierten französischen Finanzinvestor Fimalac. Die restlichen Anteile hält der amerikanische Medienkonzern Hearst („Cosmopolitan“, „Elle“, ESPN). Hinter Fimalac steht der in Frankreich weit vernetzte Geschäftsmann und Unternehmer Marc Ladreit de Lacharrière. Fitch sitzt in New York und London.

Quelle: F.A.Z.

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