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Dax und Euro-Stoxx

Ungewissheit treibt Anleger in die Defensive

Aktualisiert am 03.04.2020
 - 12:48
Geschlossen: Adidas-Shop in Berlin
Der deutsche Aktienmarkt dreht ins Minus, auch weil Dividenden ausfallen und weitere Negativnachrichten über Unternehmen die Runde machen. So brauchen die Sportartikelhersteller Adidas und Puma wohl neue auch von der KfW unterstützte Kredite.

Am deutschen Aktienmarkt sind die Kurse zum Wochenausklang im Zuge der Corona-Krise in den roten Bereich gerutscht. Der Dax gab gegen Freitagmittag um mehr als 0,5 Prozent auf 9521 Punkte nach. Auch der M-Dax für mittelgroße Unternehmen fiel um 0,5 Prozent auf 20.366 Punkte. Der Euro-Stoxx-50 verbuchte ein Minus von 0,8 Prozent.

Viele Marktteilnehmer seien sich nach wie vor unsicher über das Ausmaß der wirtschaftlichen Auswirkungen, schrieb Andreas Lipkow von der Comdirect-Bank. Dabei sieht Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners jedoch eine schrittweise Normalisierung an den Börsen.

Die Ungewissheit zwingt mehr und mehr Unternehmen dazu, sich von ihren Jahreszielen zu verabschieden. Dazu gehören nun auch der Konsumgüterkonzern Beiersdorf, der Handelsimmobilieninvestor Deutsche Euroshop und der Medienkonzern RTL. Die Beiersdorf-Aktie büßte am Vormittag knapp 1 Prozent ein.

Deutlich schlechter wurde die Absage an die Jahresziele und die Dividende dagegen bei RTL aufgenommen. Die Aktie sackte zum Handelsauftakt um mehr als 8 Prozent ab, und verringerte ihre Verluste später auf etwa 4 Prozent. Konkurrent ProSiebenSat.1 konnte sich der Talfahrt nicht ganz entziehen und verlor zuletzt ebenfalls rund 2 Prozent.

ADIDAS

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Abwärts ging es auch für die Sportartikelhersteller Adidas und Puma. Adidas benötigt wegen der Corona-Krise frische Liquidität. Man werde Kredite brauchen, aber keine direkte Staatshilfe, sagte eine Sprecherin. Laut einem Agenturbericht verhandele Adidas über einen Kredit der staatlichen Förderbank KfW.

Die Aktie verlor am Dax-Ende gut 4 Prozent. Adidas-Konkurrent Puma kündigte eine Aussetzung der Dividende an. Puma will wegen eingebrochener Umsätze zusätzliche Kredite, die von der KfW unterstützt werden sollen. Zudem wird der Vorstand zunächst im April zu 100 Prozent auf seine Gehälter verzichten. Die Aktie gab ebenfalls um 4 Prozent nach. Einer der größten Gewinner im Dax waren Fresenius mit einem Aufschlag von rund 2 Prozent.

Im M-Dax ging es daneben für die Aktien des Chemiekonzerns Evonik aufwärts. Nach einem positiven Signal des Bankhauses Metzler legten sie in der Spitze um 5 und zuletzt dann um 1,4 Prozent zu. Unter den Nebenwerten war der Online-Arzneimittelhändler Shop Apotheke erneut besonders gefragt. Die Aktie gewann zuletzt gut 7 Prozent dazu.

Handelsaktivität schnellt in die Höhe

Die Turbulenzen an den Börsen infolge der Corona-Pandemie haben die Geschäfte der Wertpapier-Handelsplattform Tradegate zuletzt kräftig angekurbelt. Die Tochter der Deutschen Börse meldete am Freitag einen Anstieg der Transaktionen im März von fast 350 Prozent auf rund 6,5 Millionen Trades im Vergleich zum März 2019.

Allerdings dürften sich das Volumen in naher Zukunft wieder normalisieren, hieß es weiter. Sollte die Krise lange andauern, könnten die Handelsaktivitäten sogar zurückgehen im Vergleich zum Vorjahr. Bereits am Mittwoch hatte die Deutsche Börse einen starken Anstieg des Volumens für den Xetra-Handel im März mitgeteilt.

Quelle: dpa/Reuters
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