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Die Börsen-Revolution von unten

Von Antonia Mannweiler
24.10.2020
, 19:50
Viele Privatanleger haben die Märkte infolge der Pandemie neu entdeckt. Immer wieder wird von der Demokratisierung der Märkte gesprochen. Doch welchen Einfluss haben die neuen Investoren wirklich und mit welchen Folgen?

Sie sind jung, sie riskieren viel, sie investieren – und sie werden immer einflussreicher. Eine neue Generation an Tradern ist in den vergangenen Jahren herangewachsen und im Netz groß geworden. Die Corona-Krise hat sie nun flügge gemacht. Während Privatanleger an den Märkten lange eine untergeordnete Rolle spielten, haben sie infolge der Corona-Börsenturbulenzen die Märkte regelrecht geflutet. Doch welche Folgen hat die Demokratisierung der Märkte, von der immer wieder gesprochen wird? Nutzen informierte und selbstbestimmte Anleger den Märkten oder führt der riskante Handel von Daytradern zu irrationalen Preisblasen am Markt?

Im ersten Halbjahr 2020 seien individuelle Investoren für nahezu ein Fünftel aller Transaktionen im amerikanischen Aktienmarkt verantwortlich gewesen. Davon geht eine Schätzung Larry Tabbs von der Research-Plattform Bloomberg Intelligence aus. Das waren rund 5 Prozent mehr als noch im vergangenen Jahr, und gut doppelt so viel wie noch vor zehn Jahren. Joe Mecane von Citadel Securities, ein Market Maker für Broker, ging in einem Interview sogar davon aus, dass an einzelnen Tagen rund ein Viertel des gesamten Handelsvolumens von Privatanlegern gestammt habe.

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Quelle: F.A.Z.
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Antonia Mannweiler
Redakteurin in der Wirtschaft.
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