Chart des Tages

Das letzte Jahresdrittel läuft oft schlecht für den Dollar

05.10.2004
, 14:00
Der für den Dow Jones und den Dollar oft schwierige Monat September ist gelaufen. Doch während beim Dow damit saisonal das Schlimmste überstanden ist, steht beim Dollar die traditionell härteste Zeit jetzt erst noch an.
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Mit dem September haben die Börsianer einen Monat überstanden, in dem der Dow Jones Industrial Average und der Dollar-Index gemeinsam traditionell meistens Kursverluste verbuchen. Dieses Mal stand beim Dow ein Minus von 0,9 Prozent zu Buche und beim Dollar-Index von minus 1,7 Prozent.

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Diese Bilanz deckt sich weitgehend mit der früherer Jahre. So ist der Dollar-Index von 1973 bis 2004 im Schnitt im September um 0,3 Prozent gefallen und der Dow Jones von 1900 bis 2004 um 1,2 Prozent (siehe Grafik).

Läuft alles normal, scheint der Dow vorerst aus dem Schneider

Der Dow Jones hat damit zumindest historisch betrachtet das Schlimmste überstanden. Denn trotz des schlechten Rufes dieses Monats ist es dem Dow Jones im Oktober im genannten Beobachtungszeitraum im Schnitt gelungen, ein kleines Plus von 0,2 Prozent einzufahren.

Bild: FAZ.NET

Diese Daten beruhen auf Berechnungen vom amerikanischen Aktienmarktspezialisten Ned Davis Research und das dort gepflegte Zahlenwerk zeigt auch, daß der Dow Jones seit 1990 in 56 Prozent der Fälle im Oktober ein Monatsplus geschafft hat. Und da die Bilanz in den nächsten Monaten traditionell noch besser wird, sprechen die Analysten von Ned Davis Research vom Beginn einer normalerweise guten Periode am amerikanischen Aktienmarkt.

Jahreszeitlich gesehen ist beim Dollar noch Zittern angesagt

Anders gestaltet sich dagegen die Ausgangslage beim Dollar. Nur in 36 Prozent aller Fälle ist es dem Dollar-Index seit 1973 im Oktober gelungen, ein Monatsplus einzufahren. Damit ist das Oktober-Ergebnis noch schlechter als die September-Bilanz, die ansonsten mit weitem Abstand vergleichen mit den anderen Monaten mit dem schwächsten Ergebnis aufwartet.

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Im Schnitt belief sich das Minus auf 0,9 Prozent, was ebenfalls dem schwächsten Monatsausweis gleichkommt. Entwickelt sich unter saisonalen Aspekten alles wie gehabt, dürfte der Dollar somit in den nächsten Wochen noch zu kämpfen haben.

Quelle: @JüB
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