FAZ plus ArtikelSpektakulärer Diebstahl

Die Suche nach den verschwundenen Bitcoin-Milliarden

Von Franz Nestler
Aktualisiert am 08.08.2020
 - 10:50
Wo befinden sich die verschwundenen Bitcoin? Durch solche Computerfarmen werden neue Einheiten der Digitalwährung produziert.
Es war einer der spektakulärsten Diebstähle von Kryptowährung: 120.000 Bitcoin verschwanden vor vier Jahren von der Börse Bitfinex. Nun wird das Geld mit einer gigantischen Belohnung gejagt.

Die Geschichte der Digitalwährung Bitcoin ist eng mit großen und kleinen Gaunereien verbunden. Die Bekannteste ist dabei wohl der Diebstahl von 650.000 Bitcoin der damals weltgrößten Börse Mt. Gox im Jahr 2014, auf der damals bis zu 60 Prozent des globalen Bitcoin-Handels abgewickelt wurden. Sie musste danach Insolvenz anmelden, der Gründer sitzt im Gefängnis. So schwer traf es Bitfinex im Jahr 2016 nicht, auch wenn es damals der zweitgrößte Bitcoin-Diebstahl aller Zeiten war. In mehr als 2000 Transaktionen wurden exakt 119.755 Bitcoin entwendet. Diese waren damals knapp 60 Millionen Euro wert. Der Preis für die virtuelle Währung Bitcoin war daraufhin deutlich eingebrochen, teilweise um bis zu 20 Prozent, weil man ein zweites Mt. Gox fürchtete.

Der Diebstahl traf die Börse damals hart. Jeder Kunde, ob vom Diebstahl betroffen oder nicht, verlor 36,067 Prozent seiner Anlagen. Als Ausgleich gab es damals Token, die später in Anteile an einer Firma umgewandelt werden konnten. Doch Bitfinex hat seit jeher versucht, die gestohlenen Bitcoin wiederzuerlangen. Unmittelbar nach dem Diebstahl meldeten sie es der Polizei, außerdem arbeitete sie mit Analyse-Unternehmen zusammen, um die gestohlenen Bitcoin nachverfolgen zu können.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Nestler, Franz
Franz Nestler
Redakteur in der Wirtschaft.
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