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Wer braucht den digitalen Euro?

Von Christian Siedenbiedel
26.08.2021
, 14:45
Euro
Der digitale Euro spielt in den Gedanken der Verbraucher derzeit keine Rolle. Die Banken fürchten um Teile ihres Geschäfts. Die EZB treibt ihn trotzdem voran. Warum?

Fünf Jahre hat sich die Europäische Zentralbank (EZB) Zeit gegeben, um den digitalen Euro zu entwickeln – eine europaweit einheitliche Digitalwährung, die von der Zentralbank ausgegeben wird und deshalb in Krisen besonders sicher sein soll. Doch die Debatte um Europas neues Digitalgeld reißt auch nach dem positiven Grundsatzbeschluss der Notenbank vom 14. Juli nicht ab. Dazu trägt auch bei, dass fast alle Details der Ausgestaltung offiziell vollkommen offen sind – und viele Akteure versuchen, die Entwicklung zu ihren Gunsten zu beeinflussen.

„Die Bürger brauchen den digitalen Euro aktuell in ihrem Leben nicht“, war die etwas provozierende These von Sören Hettler, Analyst der DZ Bank, auf einem Symposium der Bank zum Digitaleuro mit unterschiedlichen Fachleuten am Mittwoch. Die Bürger hätten das Bargeld zu Verfügung, an dem gerade viele Deutsche noch hingen, und sie hätten die Kartenzahlung, die komfortabel sei und für Online-Shopping gut funktioniere. Wozu brauchten sie da einen digitalen Euro?

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Christian Siedenbiedel - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Christian Siedenbiedel
Redakteur in der Wirtschaft.
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